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Zahntechnik
Labororganisation


8 Schritte zur Entwicklung einer Laborstrategie

02.09.2016
 - Vera Thenhaus

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Um das Labor in der heutigen Zeit einzigartig und individuell in der Öffentlichkeit und vor allem seinen Kunden darzustellen, bedarf es strategischer Maßnahmen. Diese gilt es zu ermitteln und nachhaltig umzusetzen. Visionen und Strategien gibt es viele. Die Frage ist: Was wollen Sie? Sind Ihnen Ihre strategischen Schritte bewusst?

Während das Tagesgeschäft darauf hinzielt, die unternehmerische Gegenwart zu bewältigen, beschäftigt sich die strategische Planung mit den mittel- und langfristigen Zielen und Potenzialen des Labors. Diese Planung ist auf die unternehmerische Zukunft ausgerichtet.

Die Fragen, die dabei beantwortet werden müssen, sind:
•    Wo wollen wir hin?
•    Was wollen wir wirklich erreichen?

Wenn Sie jetzt erfolgreich sind und zukünftig erfolgreich bleiben wollen, sollten Sie Ihr Labor immer wieder „neu konzipieren“. Vorausschauendes Denken und Handeln ist mehr denn je erforderlich. Gerade in der heutigen Zeit werden nur diejenigen Erfolg haben, die Veränderungen und Entwicklungen erkennen, akzeptieren und die damit verbundenen Chancen und Herausforderungen früher als die Mitbewerber wahrnehmen.

Was genau ist zu tun?

Im strategischen Management gibt es nicht die Methode. Jedes Labor mit seinen Strukturen und Eigenschaften ist individuell zu betrachten. Es gibt aber eine Vielzahl von Werkzeugen, die man für seine eigene Strategie individuell nutzen kann.

Vorausblick und Vorausdenken
Der Vorausblick und das Vorausdenken bleiben grundlegende Bestandteile einer Unternehmensstrategie. Für das Zukunftsmanagement sollte sich jeder Laborinhaber folgende Fragen systematisch und regelmäßig stellen, aber auch beantworten:

•    Welche Veränderungen kommen in den nächsten Jahren auf unser Labor zu?
(Hier nicht nur den wirtschaftlichen Aspekt, sondern ebenso den technologischen, politischen und soziokulturellen Aspekt betrachten.)
•    Welche Chancen stecken in diesen Veränderungen?
•    Welche Herausforderungen sind durch diese Veränderungen zu erwarten?
•    Wie wird sich unser Labor mittel- und langfristig darstellen?
•    Was müssen wir hierfür heute schon berücksichtigen?

Um diese Fragen zu beantworten, muss sich der Laborinhaber darüber im Klaren sein, welche Faktoren sein Unternehmen stark machen. Weiterhin muss er sich die Bereiche anschauen, in denen Optimierungspotenziale liegen. Auch über die Stärken und Schwächen seiner Mitarbeiter sowie die Produktionsressourcen sollte er sich im Klaren sein. Last but not least: Welche Faktoren haben relevanten Einfluss auf sein Labor.

Eine ergänzende Potenzialanalyse bringt Klarheit über die Zielsetzung und über die Sicherung des
zukünftigen Laborerfolges.

Mit folgenden Schritten erstellen Sie eine erfolgversprechende Analyse Ihres Laborpotenzials:

1. Eine Stärken-/Schwächenanalyse ist durchzuführen:

Stärken:     

Was läuft gut?
Was sind unsere Stärken?
Worauf sind wir stolz?
Was gibt uns Energie?
Wo stehen wir momentan?

Schwächen:     

Was ist schwierig?
Wo liegen unsere Barrieren?
Welche Störungen behindern uns?
Was fehlt uns?

Chancen:     

Was sind die Zukunftschancen?
Was können wir ausbauen?
Welche konkreten Verbesserungsmöglichkeiten haben wir?
Was können wir im Umfeld nutzen?
Wozu sind wir noch fähig?
Was liegt noch brach?

Gefahren:     

Wo lauern künftig noch Gefahren?
Was kommt an Schwierigkeiten auf uns zu?
Was sind mögliche Risiken, kritische Faktoren?
Womit müssen wir rechnen?

- Wie können wir die Stärken einsetzen, um die Chancen zu nutzen?
- Wie können wir an den Schwächen arbeiten, um die Chancen zu nutzen?
- Wie werden die Stärken eingesetzt, um die Gefahren zu meistern?
- Wie wird an den Schwächen gearbeitet, um die Gefahren zu meistern?

2. Das Laborprofil ist zu definieren:

Wie stellen wir uns nach innen und außen dar?

3. Eine Kundenanalyse ist zu erstellen:

Kategorisierung in A-, B- und C-Kunden, unter Berücksichtigung folgender Kriterien:
Mit welchen Kunden machen wir wie viel Umsatz und wie sehen die jeweiligen Erträge aus?

4. Strategiefragen sind zu entwickeln:

Wie kann unser Profil im Vergleich zum Wettbewerb differenziert und gestärkt werden?
Wie erschließen und nutzen wir die offenen Potenziale?

5. Handlungspläne sind zu entwickeln:

Welche Schritte sind in welcher Reihenfolge erforderlich, um die erarbeiteten Strategiefragen zu
beantworten und zu erfüllen?

6. Ziele sind zu definieren:

Klare Zeiträume sind zu setzen, um die Ziele zu realisieren.

7. Ein Maßnahmenkatalog ist festzulegen:

Jedes der fixierten Ziele sollte nach einem konkreten Maßnahmenkatalog erarbeitet werden.

8. Die Umsetzung dieser vereinbarten Ziele ist zu kontrollieren:

Die Effizienz einer Umsetzung kann und muss in regelmäßigen Abständen gemessen werden.
Damit wird erreicht, dass
•    sich Ihr Labor stärker an Kundenwünschen orientiert,
•    Sie eine höhere Kundenbindung entwickeln,
•    Ihre Mitarbeiter sich noch mehr mit dem Labor identifizieren,
•    die Mitarbeitermotivation steigt,
•    Arbeitsabläufe optimiert werden,
•    sich die Mitarbeiter verantwortungsvoller in den Produktionsprozess integrieren,
•    Sie mit Innovationen neue Märkte erschließen,
•    Ihr Labor stärker im Blickfeld potenzieller Neukunden ist,
•    erforderliche Investitionen sofort getätigt werden können,
•    Stand und Rentabilität des Labors dauerhaft gesichert werden,
•    Sie sich Ihrer Bank besser präsentieren, um günstigere Konditionen zu erzielen,
•    die Wettbewerbsfähigkeit durch stärkere Effektivität und Effizienz gesteigert wird.

Nur durch vorausschauendes Denken und Handeln erreichen Sie, dass Reaktion in Aktion umgewandelt wird.

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