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Zahnmedizin
Praxismanagement


Die 6 größten Fehlerquellen bei der Verpackung von Medizinprodukten der Risiko-Einstufung kritisch A/B

31.10.2018

Das müssen Sie bei der Verpackung von Medizinprodukten kritisch A/B beachten.
Das müssen Sie bei der Verpackung von Medizinprodukten kritisch A/B beachten.

Die am meisten genutzten Verpackungssysteme sind die Folie-Papier-Kombination und die Verwendung von Sterilgutcontainern. Damit Medizinprodukte der Risikobewertung „kritisch A/B“ verwendet werden dürfen, müssen diese verpackt sterilisiert werden, um steril zum Einsatz zu kommen.

Die Verpackung der MP/lnstrumente dient dazu, eine Sterilbarriere aufzubauen.
Diese soll dafür sorgen, dass während der Lagerung keine Rekontamination erfolgen kann.

Bei vielen behördlichen Hygienekontrollen werden jedoch gerade die Verpackungen bemängelt.

So vermeiden Sie Fehler bei der Folie-Papier-Kombination

Die Folienverpackung gibt es entweder als Rolle zum Abschneiden oder als vorgefertigte Beutel. Der Verschluss dieses Materials erfolgt in den meisten Fällen unter Zuhilfenahme eines Folienschweißgeräts.

Hierbei können unterschiedliche Fehler auftreten, die Sie unbedingt vermeiden bzw. beheben sollten.

Mögliche Fehler: Schweißnähte halten nicht.

To do:

  • Überprüfen Sie, ob gemäß den Vorgaben des Folienmaterial-Herstellers die richtige Schweißtemperatur und die korrekte Schweißzeit am Siegelgerät eingestellt sind.
  • Überprüfen Sie mit dem regelmäßig durchzuführenden Seal-Check, ob eine homogene und ausreichend dicke Siegelnaht gewährleistet ist.
  • Überprüfen Sie die Beschickung der Verpackung, denn eine zu enge Beschickung kann für eine aufgegangene Schweißnaht verantwortlich sein.
  • Berücksichtigen Sie die gültigen Pack- und Prüfkriterien.

Möglicher Fehler: In der Verpackung befindet sich Restfeuchte.

Selbst wenn das Papier mit der Zeit an der Luft getrocknet ist, erkennt man an dem gewellten Papier den Fehler bzw. die Mängel.

To do:

  • Stellen Sie sicher, dass nur ein Instrument pro Folie verpackt ist, damit das Trocknungsprogramm Ihres Autoklaven alle Bereiche der Verpackung richtig durchtrocknen kann.
  • Halten Sie das zugelassene Beladungsmuster Ihres Sterilisators ein.
  • Vermeiden Sie Überladen und Quetschen der MP. Schwere Medizinprodukte sollten unten, leichte MP oben gelagert werden.


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Möglicher Fehler: Nach der Sterilisation ist die Folie auf der Papierseite eingerissen.

Eine Weich-/Folienverpackung sollte nur maximal zu 75 % des gesamten Raumvolumens mit lnstrumenten befüllt sein, ansonsten wirken aufgrund der großen Druckverhältnisse in einem Autoklaven zu starke Spannungen auf das Folienmaterial ein, was Rissbildung zur Folge haben kann.

To do:

  • Prüfen Sie, ob die Beutel oder Rollenabschnitte nicht zu eng bemessen wurden. 
  • Schützen Sie alle spitzen Bereiche lhres Instrumentariums mit geeigneten Spitzenschutz-Produkten. Dies verhindert, dass während der Sterilisation beispielsweise eine Sonden- oder Scherenspitze das Verpackungsmaterial durchstechen kann.

So vermeiden Sie Fehler bei der Verpackung mit Kassetten und Containern

Bei dieser Verpackungsform handelt es sich um feste Behältnisse. Im Gegensatz zur Folienverpackung, bei der Schwächen relativ leicht sichtbar sind, müssen bei Containern und Kassetten auch nicht sichtbare Risiken berücksichtigt werden.

Bei Containern und Kassetten, die aus Metall gefertigt sind, besteht immer das Risiko einer Rostbildung.

Möglicher Fehler: alte oder defekte Filter in den Containern/ Kassetten

Befolgen Sie die Herstellerangaben zu den Wechselintervallen der Filter nicht, besteht das Risiko eines Keimzutritts.

To do:

  • Überprüfen Sie die Herstellerangaben zu den Wechselintervallen.
  • Einmalfilter müssen bei jeder Benutzung des Behälters getauscht werden.
  • Dauerfilter müssen nach den vom Hersteller vorgegebenen Zyklenzahlen getauscht werden.

Möglicher Fehler: nicht erkannte Rostbildung (Korrosion) bei Metallbehältnissen

To do:

  • Prüfen Sie lhre Container/ Kassetten immer durch eine Sichtkontrolle, ob sich an irgendeiner Stelle ein Korrosionsfleck gebildet hat.
  • Nehmen Sie bei der optischen Prüfung die Sichtlupe zu Hilfe.
  • Achten Sie auf Ablagerungen wie Schmutz oder Kalk, denn auch darunter kann sich Rost entwickeln.

Möglicher Fehler: Container/ Kassette schließt nicht dicht.

To do:

  • Überprüfen Sie regelmäßig die Beschaffenheit der Dichtung zwischen Deckel und Unterteil. Diese darf keine Einrisse oder anderweitigen Schäden aufweisen. Die Oberfläche der Dichtungen sollten Sie abtasten, damit Sie feststellen können, ob sich ggf. kleine Riefen oder Mulden gebildet haben. Nur eine glatte Dichtungsfläche gewährleistet die Sicherheit eines gleichmäßigen Verschlusses.


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To do:

  • Überprüfen Sie die Herstellerangaben, nach wie vielen Aufbereitungszyklen der Container-Filter gewechselt werden muss.
  • Generell sind die Routinekontrollen der Container nach Herstellerangaben einzuhalten.
  • Legen Sie schriftlich fest, dass die Container nach jeder Anwendung gereinigt und desinfiziert werden.
  • Überprüfen Sie die Sicherungsplombierung der Container.


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Tipp
Damit jeder, der in der Aufbereitung von MP tätig ist, diese Vorgaben kennt und umsetzt, legen Sie die jeweiligen Anforderungen in Ihren Arbeitsanweisungen schriftlich fest und kommunizieren diese an die verantwortlichen Beschäftigten.

Weiterhin finden Sie praktische Umsetzungshilfen, inkl. Arbeitsanweisungen im Leitfaden „Praxisbegehung“, im „Leitfaden Hygiene und Arbeitsschutz in der Zahnarztpraxis“ und dem Fachbuch „Hygienemanagement in der zahnärztlichen Praxis“.

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