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Zahntechnik
Zahnersatz


Implantatprothetik – die Zukunft gehört teildigitalisierten Workflows

17.03.2020

Neben aufeinander abgestimmten Komponenten sind für einen erfolgreichen digitalen Workflows auch die generelle Kommunikation und Fall-Planung im zahntechnisch-zahnärztlichen Team maßgebend.
Neben aufeinander abgestimmten Komponenten sind für einen erfolgreichen digitalen Workflows auch die generelle Kommunikation und Fall-Planung im zahntechnisch-zahnärztlichen Team maßgebend.

Keine andere Teildisziplin der Zahnheilkunde bietet so große Potentiale zur Optimierung der Therapieplanung wie die Implantologie – dank eines konsequenten Backward plannings, gemeinsam durch Zahnarzt und Zahntechniker. Der Erfolg liegt in der möglichst engen Zusammenarbeit der beiden Partner begründet.

Digitale Daten aus der Praxis (zum Beispiel Röntgenbild, gegebenenfalls DVT, CT, Intraoralscanner, Kegelstrahl-Computertomogramm) ergänzt der Zahntechniker mit den extraoralen Scan-Daten einer konventionellen Abformung oder eines Modells. Die Überlagerung dieser Bilder bietet die Grundlage für die Beurteilung des vorhandenen Knochenvolumens, des Verlaufs des Alveolarnervs und der Anatomie der gesamten Kieferhöhle und schließlich für das gemeinsame Backward planning, ausgehend von einem Zahn-Setup im zahnärztlich-zahntechnischen Team, insbesondere die Festlegung der Implantatposition gemäß der bevorzugten prothetischen Versorgung.

Die Zusammenarbeit im Team für den implantologischen Erfolg

Für einen sicheren chirurgischen Eingriff fertigt der Zahntechniker eine Bohrschablone an. Mit einer geeigneten Software lässt sie sich leicht designen, indem die Scandaten inklusive der konstruierten Prothetik mit gegebenenfalls vorhandenen 3D-Röntgenbildern überlagert werden. Die Bohrschablonen können dann direkt im Labor gefertigt werden.

Rein praktisch erfolgt dies im Wesentlichen folgendermaßen: Größe der Bohrschablone definieren, Einschubachse der Schablone, der Bohrschlüsselhalterung und der Bohrschablonenregion definieren und mit der zuvor festgelegten Implantatposition abgleichen. Fortgeschrittene Softwares bieten ein „Inspektionsfenster“. Dadurch können Techniker und Behandler kontrollieren, ob die Endposition der Bohrschablone erreicht ist.

Es ist diese Art von Teamplay, welche die moderne Implantologie im Ergebnis so erfolgreich und während der Arbeit daran so interessant macht. Dank des digitalen Datentransfers zwischen Labor und Praxis wird vieles möglich.

Die richtigen Werkstoffe für die Implantatprothetik

Die definitive Versorgung von Implantaten stellt gegenüber der zahngetragenen Prothetik einige Zusatzanforderungen. Generell jedoch gilt: Auch hier bilden Zirkonoxid und zirkonoxidverstärktes Lithiumsilikat (ZLS) ein gutes Keramik-Duett für die Kombination von Festigkeit und Ästhetik.

Spezielle Fälle erfordern allerdings genauso spezielle Lösungen – um einmal einen davon herauszugreifen: In einem schräg atrophierten Kieferkamm soll ein einzelner verlorengegangener Zahn ersetzt werden. Erfolgreich sind hier Implantate mit abgeschrägter Schulter, die dem natürlichen Verlauf des Knochens folgen, in Kombination mit einer Krone aus pressfähigem ZLS oder Zirkonoxid. Diese Flexibilität ermöglicht hochästhetische Restaurationen – ob es sich nun um ein Standard-Abutment, um ein Keramikabutment auf einer Titan-Klebebasis oder um ein individuelles Abutment handelt. Für das Letztere stehen verschiedene Werkstoffe zur Verfügung, so etwa Titan, titannitridbeschichtetes Titan („goldfarben“) oder Zirkonoxid. 

Das Labor – Spezialist für digitale Technologien und Werkstoffe

Durch die digitalgestützten Verfahren bekommen alle Akteure in der Zahnheilkunde mehr Möglichkeiten, um zu einer schnelleren und sichereren Therapie beizutragen. Das Prozedere wird allerdings komplexer und bedarf einer engen Abstimmung im zahnärztlich-zahntechnischen Team.

Der Zahntechniker übernimmt die Aufgabe des Technologieführers. Er achtet darauf, dass von vorneherein klarsteht, welche Schritte des Workflows digital bzw. analog ausgeführt werden und wie genau die Aufteilung zwischen Praxis und Labor aussieht. Des Weiteren nimmt der Zahntechniker die Beratung hin zum optimalen Werkstoff für die prothetische Versorgung wahr. Im Grunde genommen spielt er dabei ureigene Stärken aus, die schon immer auf Laborseite lagen und weiterhin liegen.


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