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Zahnmedizin
Praxismanagement


Zahnmedizin im Wandel: Der Wettbewerb wird größer!

Zahnmedizin im Wandel
Zahnmedizin im Wandel

Stellt man sich die Frage, wohin sich die Zahnmedizin entwickelt, reicht ein Blick auf aktuelle demografische und branchenspezifische Trends: Da laut statistischem Bundesamt Menschen immer älter werden und die Bevölkerungszahl im Rentenalter zunimmt, steigt der Bedarf an zahnmedizinischer Versorgung und dabei vor allem an langlebigen, hochwertigen Alternativen stetig.

Verschiedene Einflüsse sorgen für tiefgreifende Veränderungen in der Zahnmedizin

Die zunehmende Bereitschaft der Patienten, aus eigener Tasche Geld für (zahn-)medizinische Zwecke auszugeben, sorgt für einen kontinuierlichen Anstieg des Branchenumsatzes¹. Denn klar ist: Die 70-Jährigen von morgen haben mit den 70-Jährigen von heute nur noch wenig gemein.

Gleichzeitig verändert sich das klassische Berufsbild des Zahnmediziners: Die Bereitschaft zur Niederlassung nimmt mit der jetzigen Generation junger Zahnärztinnen und Zahnärzte zum aktuellen Zeitpunkt ab. Parallel prägen sich, tendenziell eher in Ballungszentren, größere Praxiskonstrukte und komplexere Praxisformen aus. Die Mehrbehandlerpraxis, organisiert als Berufsausübungsgemeinschaft, Praxisgemeinschaft oder auch MVZ, wird im Vergleich zu früher deutlich an Relevanz gewinnen.

Auch die mittlerweile klar erkennbare Feminisierung des Berufes unterstützt diese Entwicklung, da eine Vereinbarkeit von Familie und Beruf in größeren Konstrukten besser realisiert werden kann. Vor allem in ländlichen (oder gar strukturschwächeren) Regionen fällt es zunehmend schwerer, eine Praxis zu veräußern, während Ballungsgebiete und Großstädte aber auch mittelgroße Städte einen großen Zustrom erleben.

Zahnarztpraxen müssen service- und patientenorientierter werden

Wenn die Prognose zutrifft, dass die Anzahl der Leistungserbringer tendenziell rückgängig ist, werden automatisch große Patientenbewegungen entstehen. Dies wird den Wettbewerb um den klassischen Patienten in den Hintergrund rücken lassen.
Deutlich zunehmen wird jedoch der Wettbewerb um Patienten, die eine hochwertige Zahnmedizin sowie mehr Service- und Patientenorientierung erwarten. Hier sind professionell gemanagte und strukturell gut organisierte Praxen im Vorteil. Gleichzeitig sind es genau diese Praxen, die als potentieller, attraktiver Arbeitgeber für suchendes Personal in Frage kommen. Denn einen noch größeren Wettbewerbszuwachs wird das Personalmanagement erleben: Bereits jetzt erhält die Personalsuche, -bindung und -weiterentwicklung eine zunehmende Aufmerksamkeit von Praxisinhabern und PraxismanagerInnen.

Und dieser Zustand wird sich in Zukunft weiter verschärfen! Der (inter)nationale Fachkräftemangel sowie die Tatsache, dass die Geburtenrate den zukünftigen Personalbedarf in Deutschland nicht wird decken können, sorgen für einen nachfrageorientierten Personalmarkt. Um sich hier mit Weltkonzernen oder innovativ klingenden Berufsbildern junger Branchen messen zu können, bedarf es guter Ideen und effizienter strategischer Maßnahmen.

Junge Menschen denken nicht mehr in einem Mikrokosmos weniger Kilometer um den Geburts- oder Wohnort herum, wenn es um die Berufswahl geht. Die Bereitschaft, für den Traumjob auch das persönliche Umfeld zu verändern, hat in den letzten Jahrzehnten zugenommen. Die Recherche potentieller Arbeitgeber, auch und gerade im Gesundheitsmarkt, hat sich stark in Richtung Online-Medien und mobiler Anwendungen verlagert. Daher ist es wichtig, im Rahmen des Praxismarketings neben Patienten und möglicherweise Zuweisern zukünftig noch stärker auch die potentiellen Angestellten als Zielgruppe der eigenen Praxismarkenkommunikation zu berücksichtigen.

Wer eine moderne, wachstumsorientierte Praxisstrategie verfolgt, wird größten Wert auf die klare Positionierung seiner zahnärztlichen Tätigkeit und eine personalorientierte Unternehmenskultur legen müssen. Dies gewährleistet, dass sowohl Patienten als auch (potenzielle) Mitarbeiter sich mittel und langfristig für die eigene und nicht eine andere Praxis in der Region entscheiden.

¹Vgl. Studie Roland Berger 2007 zum Zweiten Gesundheitsmarkt


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