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Zahnmedizin
Digitale Zahnheilkunde


Künstliche Intelligenz in der Zahnmedizin – was bedeutet das für Ihre Praxis?

KI in der Zahnmedizin
KI in der Zahnmedizin

Künstliche Intelligenz kann die Arbeit des Arztes in vielen Bereichen unterstützen. Der folgende Text erläutert, welche KI-Lösungen für die Zahnmedizin es aktuell gibt und welche Vorteile sie für die Berufspraxis niedergelassener Zahnärzte bieten.

Was versteht man eigentlich unter Künstlicher Intelligenz?

Künstliche Intelligenz strebt danach, konkrete Denkaufgaben mindestens ebenso gut zu meistern wie der Mensch. Dies erfordert Algorithmen, die festgelegte Regelsets anwenden, diese durch maschinelles Lernen stetig verfeinern und mit Probabilitäten und Unsicherheiten umgehen können.

Man unterscheidet:

  • Expertensysteme, die eine bestehende Wissensbasis nach Mustern durchsuchen und daraus konkrete Handlungsempfehlungen ableiten – bspw. Therapieempfehlungen.
  • Programme zur Musteranalyse und -erkennung, die große Datenmengen anhand selbst erlernter Regelsets auswerten – bspw. in der bildgebenden Diagnostik.
  • Robotik-Anwendungen, die KI-Software mit mechanischen Komponenten verbinden – bspw. OP-Roboter.

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Nach den Erfolgen der roboterassistierten Chirurgie mit dem Da-Vinci-System schien die Entwicklung autonomer OP-Roboter bereits vorgezeichnet – und tatsächlich gelang einem chinesischen Forschungsteam im Herbst 2017 die erste erfolgreiche Zahnimplantation mit einem KI-Roboter. Dies eröffnet neue Perspektiven für die Zukunft der Zahnmedizin, ist für niedergelassene Zahnärzte jedoch vorerst nicht von praktischem Interesse.

KI-Unterstützung bei Diagnostik und Therapieplanung

Die Entwicklung der KI-gestützten Diagnostik ist im Bereich der Tumormedizin am weitesten fortgeschritten, doch auch in der Zahnmedizin gibt es erste erfolgreiche Anwendungen zur Auswertung dentaler Röntgenaufnahmen. Während sich die cloudbasierte Software Dentistry.AI noch auf die Kariesdiagnostik anhand von Bissflügelaufnahmen beschränkt, verspricht das von der Firma Dentem entwickelte Dx Vision die KI-gestützte Erkennung von Zahnfüllungen, wurzelbehandelten Zähnen, Implantaten etc. Einen ähnlichen, um die Erkennung von Zahnkaries und apikaler Parodontitis ergänzten Funktionsumfang verspricht die Software Denti.AI. Künftig zu erwarten sind auch Anwendungen zur KI-gestützten DVT-Auswertung.

Der logisch nächste Schritt ist die KI-gestützte Erstellung evidenzbasierter Therapieempfehlungen im Abgleich von Patientendaten und Fachinformationen aus Richtlinien, Best Practices und Studienergebnissen – ein bekanntes Beispiel ist IBM Watson for Oncology. In der Zahnmedizin gibt es erste Studien zu KI-gestützten Therapieempfehlungen bei der Schließung einzelner Zahnlücken mittels Brücke oder Implantat. Konkrete Softwarelösungen sind jedoch bislang nicht verfügbar, doch soll der von der Firma Dentem entwickelte D Assistant diese Funktionalität künftig bieten.

KI-gestütztes Praxismanagement

Viele Fachkollegen nutzen bereits die sprachgesteuerten Behandlungsdokumentation mittels KI-gestützter Spracherkennungssoftware. Neben dem Allrounder Dragon Medical und der integrierten Spracherkennung bei Praxissoftware wie CHARLY, Dampsoft, ZGM Z1 gibt es auch Speziallösungen wie PA-Konzepte für die parodontale Befundaufnahme.

Künftig zu erwarten ist der vermehrte Einsatz sprachgesteuerter Chairside-Assistance-Systeme, die Röntgenbilder und andere Patientendaten durch Zuruf auf den Bildschirm holen. So bietet bspw. Simplifeye mit DEXVoice einen sprachgesteuerten Zugriff auf das DEXIS-Bildarchiv.

Hochinteressant ist zudem die von der Health AG entwickelte Abrechnungssoftware Hēa Ratio mit über 9000 Regeln zur Prüfung auf GOZ-Konformität. Dies beschleunigt die Rechnungserstellung enorm und hilft, klassische Abrechnungsfehler zu vermeiden.


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