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Hans-Dieter Feldmann, Feldmann Consulting® GmbH & Co. Beratungs KG
28.04.09
Prophylaxekalkulation
Der Gesundheitsmarkt fordert auch vom "Unternehmer Zahnarzt" ein Umdenken, wie er sein Leistungsangebot so überarbeiten kann, dass er ein modernes Behandlungskonzept zum Nutzen seiner Patienten anbieten kann.
Neben dem zahnmedizinischen Aspekt muss natürlich auch die betriebswirtschaftliche Betrachtung dieses Leistungsangebots stimmen.

Die Wirtschaftlichkeit einer Zahnarztpraxis wird im Wesentlichen von dem Verhältnis Zahnarzthonorar zu Praxiskosten bestimmt, wenn der Zahnarzt als alleiniger Umsatzträger tätig ist. Anders kann sich die Ertragslage darstellen, wenn innerhalb der Praxis z. B. ein "Profit-Center Prophylaxe" oder "Profit-Center Praxislabor" eingerichtet ist.

Profit-Center

Als "Profit-Center" wird betriebswirtschaftlich der Geschäftsbereich eines Unternehmens mit eigener Gewinn- und Verlustrechnung bezeichnet. Übertragen auf eine Zahnarztpraxis könnte man z. B. von einer "Prophylaxe-Abteilung" mit eigener Kostenrechnung sprechen und die erbrachten Leistungen auf ihre Rentabilität überprüft werden.

Der im Wettbewerb stehende Zahnarzt wird zunehmend vom Patienten am Gesamterscheinungsbild seiner Praxis gemessen. Investitionen in die Praxis, wie die Einrichtung einer Prophylaxe-Abteilung, eines Praxislabors oder die Erneuerung von Behandlungsstühlen, Umstellung auf digitales Röntgen, Cerec III etc. erfordern Kapitaleinsatz. Mit betriebswirtschaftlichen Methoden wie Umsatz- und Kostensimulation, Break-even-Analysen und Rentabilitätsberechnungen lässt sich der Praxiserfolg recht genau ermitteln.

Prophylaxeangebot

In vielen deutschen Zahnarztpraxen schlummert ein riesiges zusätzliches Umsatzpotential für zahnärztliche Dienstleistungen, die durch qualifiziertes Personal erbracht werden können. Nichts spricht gegen die Einrichtung einer professionell geführten "Prophylaxe-Abteilung". Dennoch höre ich immer wieder die gleichen "Scheinargumente", diese Dienstleistung nicht zu forcieren oder sogar wieder einzustellen.

Die Argumente lassen sich auf folgende Punkte reduzieren: "Keine Nachfrage in meiner Praxis nach Prophylaxe" - "Meine Patienten wollen das nicht bezahlen" - "Das funktioniert nur in der Stadt" - "Das funktioniert nur in ländlichen Gebieten" oder "Meine Praxis ist zu klein". Und trotzdem, die Nachfrage nach Prophylaxe boomt. Es kommt nur auf die Argumentation an, den nachweislichen Nutzen für den Patienten herauszustellen.

Planung von Prophylaxeerträgen

Wie sich die Prophylaxe mittelfristig auf den Praxisertrag auswirkt, kann mit dem "Prophylaxe-Rechner" simulativ dargestellt werden.


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