Unsicherheit prägt die Erwartungen
Die Umsätze im Zahntechniker-Handwerk stagnierten im Gesamtjahr
2009. Der kumulierte Umsatz liegt lediglich um 0,2 Prozent über dem Ergebnis
des Jahres 2008. Dies ergeben die neuesten Zahlen der Konjunkturumfrage des
Verbandes Deutscher Zahntechniker-Innungen (VDZI). Für das IV. Quartal ist zwar
typischerweise eine saisonale Belebung mit einem Umsatzplus von 15,9 Prozent gegenüber
dem urlaubsbedingt schwachen III. Quartal zu verzeichnen. Im Vergleich zum IV.
Quartal 2008 jedoch beläuft sich das Plus gerade einmal auf 0,3 Prozent.
Den stagnierenden Umsätzen für das Gesamtjahr steht ein Ausgabenzuwachs
in der gesetzlichen Krankenversicherung für gezahlte Festzuschüsse gegenüber - in
den ersten neun Monaten plus 3,7 Prozent. Diese Abweichung zwischen Festzuschuss-Ausgaben
und Umsatzentwicklung der gewerblichen Labors hat nach Auffassung des VDZI mehrere
Ursachen. So ist im Festzuschuss-System die Höhe der Zuschüsse weitgehend von
der tatsächlichen Versorgung und deren Kosten entkoppelt worden. Gewisse Lerneffekte
in der Optimierung der Zuschüsse für den Patienten durch den Zahnarzt einerseits
und Änderungen der Versorgungsstruktur zu Lasten der Zahntechnik andererseits führen
zu unterschiedlichen Veränderungsraten.
Die Erwartungen zur Geschäftslage im I. Quartal des neuen
Jahres sind weiter von Unsicherheit geprägt. Über 36 Prozent aller
Befragungsteilnehmer erwarten eine Verschlechterung der Auftragslage, weitere 57
Prozent gehen von einer gleichbleibenden Situation aus.
Quelle: www.vdzi.de