|
Zahnlexikon
Oberflächenanästhesie
|
Leichte Form der Betäubung, praktisch ohne Nebenwirkungen (z.B. wird die Mundschleimhaut mit einer betäubenden Lösung eingesprüht); wird auch eingesetzt zur Unterdrückung des Würgereizes bei einer Abdrucknahme oder bei ängstlichen Patienten, die sich vor Einstichen von Spritzen fürchten.
|
Oberkiefer
Maxilla; paariger Knochen des Schädels, der mit dem Boden der Augenhöhle, dem Boden und der Seitenwand der Nasenhöhle, das Dach der Mundhöhle bildet.
|
Oberkieferfront
Bezeichnet die Schneide- und Eckzähne, die sich im Oberkiefer befinden.
|
Oberkieferlänge
Hierbei handelt es sich um den Abstand zwischen dem Berührungspunkt der Schneidezähne und einer gedachten Linie durch die dritten Molaren.
|
Oberkieferosteotomie
|
Methode bei dem der Oberkiefer vollständig abgetrennt wird, damit eine kieferorthopädische Verlagerung des Oberkiefers in eine beliebige Richtung bei Dysgnathie möglich ist. Ein wichtiger Faktor für das Gelingen dieser Operation ist die exakte Herstellung der Okklusion gemäß einer präoperativen Planung nach Modellstudien mit dem Unterkiefer. Mit Hilfe von Miniplatten werden die Knochensegmente befestigt.
|
Oberkieferzange
|
Es gibt für den Oberkiefer gefertigte Extraktionszangen, die eine gerade bzw. Bajonettform aufweisen. Diese Zangen sind für die Schneide- und Eckzähne, wie auch für die Molaren rechts und links und für die Prämolaren geeignet.
|
Obturation
Verschluss des Kanallumens eines Hohlorgans oder eines Gefäßabschnittes von innen, mit Hilfe einer luftundurchlässigen Blockade. Diese Methode verhindert eine weitere bakterielle Rekolonisation des gesäuberten Kanallumens. In der Zahnmedizin wird dies Verfahren zur Aufbereitung und Desinfektion des Wurzelkanals angewandt und gehört in den Bereich der endodontischen Therapie.
|
Obturator
|
Oberkiefer-Mundprothese, durch die Gaumendefekte (z.B. Gaumenspalten oder sonstige Defekte) zur Verbesserung der Nahrungsaufnahme und des Sprechens abgedeckt werden, soweit dies nicht durch chirurgische Maßnahmen möglich ist.
|
Occlusionspapier
Auch Okklusionsprüffolien genannt; dienen als Stoppmarkierung bei der Artikulation und der Okklusionskontakte. Diese Folien gibt es in verschiedenen Materialien und Farben, um die verschiedenen Kontakte der Okklusion voneinander zu unterscheiden.
|
Odontologie
Anderes Wort für Zahnheilkunde.
|
Odontom
|
Gutartige Anomalie oder auch weiche Zahngeschwulst genannt, die während der embryonalen Entwicklung entsteht. Diese Fehlbildung des Zahnkeims besteht in der Regel aus Zahnhartsubstanz und sollte operativ entfernt werden.
|
Offene Kürettage
Bei dieser Methode wird das Zahnfleisch nach lokaler Anästhesie von Zahn und Knochen getrennt, damit eine Reinigung der Wurzeloberflächen unter direkter Sicht möglich ist. Dieses Verfahren, Entfernung des Biofilms von den Zahnwurzeln, ist im Gegensatz zur geschlossenen Kürettage invasiver und führt daher häufig zu postoperativen Schmerzen und Schwellungen. Gelegentlich bleiben auch freiliegende, schmerzhafte Zahnhälse zurück und es kommt zu Zischlauten bei der Artikulation.
|
Okklusal
|
zur Kaufläche hin gelegen. Auch: den Kontakt zwischen Ober- und Unterkieferzähnen betreffend.
|
Okklusion
Kontakt zwischen den Zähnen beider Kiefer.
|
Onlay
Kuppelfüllung, die die Kaufläche der Zahnkrone umfasst. Durch ausgedehnte Karies oder Wurzelbehandlung geschwächte Zahnwände werden so gegen zahnzerstörende Kaukräfte geschützt.
|
OPG
|
Panoramaschichtaufnahme (PSA); Die Röntgenaufnahme wird in der Zahnmedizin genutzt, um den gesamten Unter- und Oberkiefer des Patienten abzubilden. Diese Methode ermöglicht eine Aufnahme sämtlicher Zähne mit den angrenzenden Kieferbereichen, sowie der beiden Kieferhöhlen und –gelenke. Zudem kann auf dem Röntgenbild eine Verkalkung der großen Halsschlagadern ausgemacht werden. Nachteilig bei dieser Technik ist der Röntgenschatten der Halswirbelsäule.
|
oral
Richtungsangabe: der Mundhöhle zugewandt, den Mund betreffend.
|
Oralchirurgie
Fachgebiet innerhalb der Zahnheilkunde, welches sich speziell mit operativen Eingriffen innerhalb der Mundhöhle beschäftigt.
|
Orthopantomogramm/OPG
|
Panoramaschichtaufnahme (PSA); Die Röntgenaufnahme wird in der Zahnmedizin genutzt, um den gesamten Unter- und Oberkiefer des Patienten abzubilden. Diese Methode ermöglicht eine Aufnahme sämtlicher Zähne mit den angrenzenden Kieferbereichen, sowie der beiden Kieferhöhlen und –gelenke. Zudem kann auf dem Röntgenbild eine Verkalkung der großen Halsschlagadern ausgemacht werden. Nachteilig bei dieser Technik ist der Röntgenschatten der Halswirbelsäule.
|
Osseointegration
Bei diesem Verfahren werden Knochen und Implantat miteinander verbunden. Es darf sich kein Bindegewebe zwischen Knochen und Implantat befinden. Im Normalfall dauert das Einheilen des Implantates drei Monate, danach ist das Implantat vollständig in den Knochen integriert. Nachteil der Implantate im Allgemeinen ist, dass sie im Gegensatz zum natürlichen Zahn starr im Knochen sitzen und nicht nachgeben.
|
Ostektomie
|
Ost (Knochen), -ektomie (Entfernung): Zu Korrektur- und Ausgleichszwecken vorgenommene operative Entfernung eines Knochenanteils, beispielsweise bei Dysgnathieoperationen oder kraniofazialen Eingriffen.
|
Osteomyelitis
|
Knochenmarkentzündung, welche meist eine Entzündung des Knochens selbst (Ostitis) und der Knochenhaut (Periost; = Periostitis) mit einschließt.
|
Osteoporose
Knochenschwund, ohne dass der Knochen wesentlich an seiner äußeren Form verliert, da die Erkrankung das Knocheninnere befällt.
|
Osteosynthese
|
Kommt es zu einem Knochenbruch, werden die einzelnen Knochenteile, mit Hilfe von Metallplatten und Schrauben oder Draht, wieder miteinander verbunden. Vorteil ist, dass man die Knochen zügig wieder belasten kann. Der Nachteil dieser Methode ist, dass die körperfremden Elemente das Wachstum behindern und sie sich selbstständig verlagern können. Die Metallplatten und Schrauben müssen immer durch einen zweiten Eingriff entfernt werden.
|
Osteotomie
|
Durchtrennung eines Knochens oder Beseitigung eines Knochenstücks, zwecks Entfernung eines Zahnes oder Zahnresten, wie z.B. einer Wurzel. Eine operative Entfernung eines Zahnes ist dann nötig, wenn eine Extraktion mittels Zange nicht mehr möglich ist.
|
Ostitis
|
Auch Wurzelspitzenentzündung genannt; befindet sich in der äußeren Schicht des seitlichen Unterkieferknochens und dem inneren Knochenteil, der Spongiosa. Über die Blutbahn, die Gefäße der Havers-Kanäle, gelangen die Erreger in den Knochen und verursacht die Entzündung des Knochengewebes.
|
Ovate Pontic
|
In der Regel lassen ein Abbau von Knochen- und Weichgewebe eine naturkonforme Restauration im konventionellen Sinne nicht mehr zu. Mit "Ovate Pontic" kann eine der schwierigsten Aufgaben in der Kronen-Brücken-Prothetik, die unauffällige Gestaltung von Pontics im Frontzahnbereich, gelöst werden. Man kann durch gezielten Aufbau von Weichgewebsanteilen und durch gezielte Konditionierung der Ponticauflagen Bindegewebe in Richtung des Papillenbereichs verdrängen und eine Art Pseudopapille ausbilden. Das dabei eingesetzte Ponticdesign ist annähernd eiförmig und wird als "Ovate Pontic" bezeichnet.
|
Overjet
|
Bei einem Overjet handelt es sich um einen Überbiss in sagittaler, also horizontaler, Ebene. Der Overjet erhält einen positiven Wert bei normalem Biss und einen negativen Wert bei einer Progenie (relative Vorlage des Unterkiefers). Liegt ein Überbiss in vertikaler Ebene vor, wird dieser als Overbite, also frontaler Überbiss, bezeichnet.
|
Overlay
|
Auflagefüllung, wenn die Höcker nicht "überdeckt" sondern "übergriffen" (bukkal und oral mit einem "Außenschliff" versehen) werden.
|
Ozon
|
Bei dem chemischen Element Ozon handelt es sich um eine instabile Form des Sauerstoffes. Ozon ist natürlich angereichert in der Ozonosphäre (20-35 km über der Erdoberfläche). Ein erhöhter Gehalt von Ozon in der Atemluft wirkt toxisch und kann zu Schleimhautentzündungen und Müdigkeit führen.
|
Ozontherapie
|
Einige Zahnärzte setzen Ozon ein, um Karies ohne Bohren zu behandeln. Ozon kann auch zur Desinfektion von Wurzelkanälen oder für die Sterilisation von Zahnflächen verwendet werden. Bei der Kariesbehandlung mit Ozon wird dieses direkt auf den betroffenen zahn aufgetragen. Ozon tötet die Kariesbakterien ab, wobei keine Zahnhartsubstanz entfernt werden muss. Wichtig ist, dass der Zahn nach dieser Behandlung remineralisiert wird. Eine Behandlung mit Ozon ist unter Füllungen oder an schwer zugänglichen Stellen nicht möglich.
|
Ödem
|
Gewebewassersucht; meist örtlich begrenzte oder auch allgemeine ausgebreitete Ansammlung in den Lymphspalten von aus den Blutkapillaren ausgetretener Plasmaflüssigkeit (seröse Flüssigkeit) mit entsprechender Vermehrung der Zwischenzellflüssigkeit.
|
Sie vermissen einen Begriff?
Schicken Sie uns eine E-Mail an zahnlexikon@spitta.de und wir ergänzen das Spitta-Zahnlexikon umgehend.
|