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Zahnlexikon
Dachbiss
Der Unterkiefer befindet sich in Rücklage und weist zusätzlich noch einen tiefen Biss auf, so dass sich die Frontzähne über die Unterkieferzähne im Schlussbiss schieben.
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Dampfabstrahlungsgerät
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Modelle und Zahnersatz können mit Hilfe des Gerätes gereinigt werden. Mit dieser Dampfpistole entfernt der Wasserdampf Wachsreste von Modellen oder Zahnbeläge von Prothesen.
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Dauerprovisorium
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Es handelt sich um einen temporären Zahnersatz, der mitunter bis zu zwei Jahren getragen werden kann. Eine endgültige Versorgung findet erst nach abgeschlossener Parodontaltherapie statt. Als Provisorium wird häufig eine Metallbrücke verwendet.
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Deckbiss
Extremste Form eines tiefen Bisses, bei dem die unteren Schneidezähne den Gaumen berühren.
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Deckfüllung
Bezeichnet den Teil einer Füllung, der den Okklusionskontakten und dem Milieu des Mundes ausgesetzt ist. Im Gegensatz dazu steht die Unterfüllung, die sich zwischen dem Boden der Kavität und der Deckfüllung befindet.
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Deckprothese
Totalprothese, vorwiegend schleimhautgelagert. Halt durch Saughaftung. Da die restlichen Zähne besonders schonend belastet werden, ergibt sich eine günstige Wechselwirkung zwischen Restzähnen und Prothese.
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Decubitus
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Druckstelle; wird auch definiert als lokale Schädigung eines Hautbereiches und das sich darunter befindenden Gewebe.
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Defekt, keilförmig
Bei dieser Art von Defekt kommt es zu einem Substanzverlust im Labial- bzw. Bukkalbereich an der Grenze zwischen Schmelz und Zement. Häufig findet man diesen, im Längsschnitt dreiecksförmigen Defekt, im Bereich der Eck- und Schneidezähne. Ursachen für diese Erkrankung können eine falsche, waagerechte Zahnputztechnik oder eine Fehlbelastung des Zahnhalteapparates (Knirschen, Pressen) sein.
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Defektprothese
Mit dieser Methoden wird zum einen der Zahnersatz verwirklicht und zum anderen kan man gleichzeitig Defekte im Kiefer- und Gesichtsbereich beheben. Kommt es zum Knochenabbau, kann eine Defektprothese diesen Mangel zusätzlich beheben.
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Defensorschiene
Die Schiene bietet individuellen Zahnschutz, z.B. für Fussballer oder Boxer. Diese wird im Dentallabor aus einem weichen Kunststoff hergestellt und besteht aus einem labialen und bukkalen Schild. Alternativ werden für Kinder vorgefertigte Zahnschützer in verschiedenen Farben aus Kunststoff angeboten.
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Deflektion
Dieser Begriff bedeutet zum einen ein Abgleiten des Unterkiefers bei Zahnkontakten. Auf der anderen Seite beschreibt Deflektion den Drehwinkel eines Wurzelkanalinstruments um die eigene Achse bis zum Bruch des Werkzeugs. Das Instrument weist eine gute Verformbarkeit auf, beim Drehen innerhalb des Kanals, wenn der Messwert des Drehwinkels besonders hoch ist.
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Deflexion
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Bei der Deflexion kommt es zu einer zunehmenden Verschiebung der mesialen Berührungspunkte der unteren mittleren Schneidekanten. Diese einseitige Verschiebung tritt bei der Unterkieferöffnung auf, ohne dass sich die Zähne danach wieder in die richtige Ebene (Medianebene) bewegen.
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Degeneration, kalkige
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Bei dieser Art von Degeneration handelt es sich um eine regressive, altersabhängige Veränderung der Pulpa. Es kommt hier zu amorphen, kalkigen Ablagerungen, die entweder in Form von echten oder unechten Dentikeln, diffusen Streifen oder Schollen vorkommen.
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Degression
Überschreiten Zahnärzte/innen den vorgegebenen Leistungsumfang eines Jahres, kommt es zu einer geringeren Vergütung von vertragszahnärztlichen Leistungen.
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Dehnungsplatte
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Aktive Plattenapparatur, auch als Spange bezeichnet, besteht aus PMMA Kunststoff. Die Platte dient dazu eventuelle Einengungen des hinteren und vorderen Kieferbereichs zu korrigieren.
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Dekortikation
Operativer Eingriff, um die Durchblutung im angegriffenen Kieferknochen zu stimulieren und damit den Heilungsprozess zu unterstützen. Durch die Freilegung der Spongiosa und den damit verbundenen Gefäßanschluss aus den Wangenweichteilen, erhofft man sich eine bessere Heilung.
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Delamination
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Bezeichnet den Ablösevorgang einer Implantatbeschichtung bei enossalen Implantaten des Kieferknochens. Die Ablösung findet im Grenzbereich zwischen Keramikbeschichtung und Titankörper statt. Eine periimplantäre, entzündliche Reaktion im Kieferknochen ist die Folge einer Delamination.
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Delegation
Entscheidungskompetenzen werden von einer Instanz (Zahnarzt) an (meist) unterstellte Instanzen/Stellen (Praxisteam) delegiert. Dies bedeutet, dass der Arzt zum Teil zahnärztliche Tätigkeiten auf das Praxisteam überträgt.
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Demastikation
Beschädigung der Kaufläche des Zahnes, entstanden durch gewisse Lebensmittel mit schleifendem Charakter. Diese reiben die Zahnoberfläche überproportional ab und das Ergebnis sind abgerundete Kauflächen.
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Demineralisation
Der Zahnschmelz wird durch wiederkehrende Säureangriffe geschädigt. Es kommt zu einer Entkalkung, diese wiederum begünstigt die Ausbreitung von Karies.
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dental
Bezeichnung für: den Zahn betreffend oder von den Zähnen ausgehend.
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dental getragen
Bedeutet dental abgestützt und beschreibt den Zahnersatz, der die Kaukräfte auf die Zähne und Parodontien überträgt.
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Dental-CT
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Computertomographische (CT) Untersuchungen des Unterkiefers (Mandibula) und des Oberkiefers (Maxilla), in der Zahnmedizin eher selten ausgeführt: Ober- und Unterkiefer werden gescannt. Dies erfolgt getrennt voneinander, in 1 bis 2 mm dünnen Schichten und mit meist sequenzieller Schnittführung. Beispiele für Indikationen: Klärung tiefer Parodontiden, der Ausdehnung von Zysten oder Tumoren oder der Lage retinierter Zähne. Die modernen CT-Geräte verursachen eine relativ niedrige Strahlenbelastung.
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Dentaldepot
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Eine Firma, die zahnärztlichen Bedarf im Status eine Großhandels vertreibt. Dieser Vertrieb hat die Erlaubnis apothekenpflichtige Präpararte (z.B. Lokalanästhetika) an die Zahnarztpraxen abzugeben.
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Dentalfluorose
Es kann zu Schmelzveränderungen kommen, bei einer zu großen Mengenzufuhr von Fluorid. Gerade bei der Zahnentwicklung (bis zum 8. Lebensjahr) können die chronisch toxischen Mengen Fluorid Schmelzschädigungen auslösen. Die Zähne weisen opake, weiße Linien auf. Bei weiter vorangeschrittenen Schädigungen sind Schmelzflecken, Entkalkungen und Schmelzverluste zu erkennen.
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Dentalhygienikerin
speziell geschulte ("Aufstiegsfortbildung" gemäß § 46 Abs. 1 Berufsbildungsgesetz) zahnärztliche Assistentin (Fachhelferin), welche in Deutschland gewisse zahnärztliche Dienstleistungen wie Zahnsteinentfernung (auch subgingival) Aufklärung in Mundhygiene und Prophylaxe ("professionelle Prophylaxe", professionelle Zahnreinigung), Herstellung von Provisorien usw. am Patienten in einer zahnärztlichen Praxis verrichten darf.
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Dentalkeramik
Keramikwerkstoffe, die speziell für zahnprothetische Zwecke entwickelt wurden. Diese Substanz wird meist für den Ersatz von Zahnhartsubstanz verwendet, wie Kronen, Inlays oder Verblendungen. Dentalkeramiken können auch zu Schleimhautnachbildungen verarbeitet werden. Im Unterschied zu Porzellan ist die Brenntemperatur bei Keramik niedriger, aber die Transluzenzwerte sind erhöht.
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Dentallabor
Zahntechnisches Labor, in dessen Werkstatt zahntechnische Produkte, wie z.B. Brücken oder Protehsen, hergestellt werden.
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Dentikel
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Auch Pulpastein oder Dentinkörnchen genannt; es handelt sich um ein rundliches Gebilde, das innerhalb der Zahnpulpa liegt. Ein Dentikel kann die Kanalaufbereitung erschweren und wird nach Lokalisation oder Histologie unterschieden.
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Dentin
Das Zahnbein (Zahnhartsubstanz), liegt unter dem Zahnschmelz. Dentin kann sich lebenslang durch einen Biomineralisationsprozess neu bilden, dies kann der Zahnschmelz nicht. Das Zahnbein hat einen knochenähnlichen Aufbau. Kronendentin befindet sich im Bereich der Zahnkrone, an der Wurzel findet man das Wurzeldentin. Die Pulpa (Markhöhle), im Inneren des Zahns, wird vom Dentin umschlossen und geschützt. Es gibt drei Arten von Dentin: "primäres Dentin", welches beim Zahnbildungsprozesses entsteht; "Sekundärdentin", dies wird lebenslang gebildet und das "Tertiärdentin", das entwickelt sich aufgrund eines externen Reizes, um die Pulpa zu schützen. Auslöser können hierfür sein: Karies, Bruxismus und freiliegende Zahnhälse.
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Dentindysplasie
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Es handelt sich um eine autosomal-dominant vererbte Störung der Dentinbildung. Die Ursache ist die fehlende Leistung des mesodermalen Anteils der Zahnanlage. Diese Erkrankung ist nicht gleichzusetzen mit der Dentinogenesis.
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Dentinogenesis imperfecta
Die Dentinogenesis ist die Dentinbildung, bei der Form der Dentinogenesis imperfecta handelt es sich um eine autosomal-dominat vererbte Fehlbildung der Dentinbildung. Das Erscheinungsbild zeigt eine Verfärbung der Zahnkrone und das Dentin weist eine besondere Transluzenz und Opaleszenz gerade bei Milchzähnen auf, sogenannte Glaszähne. Bei Beanspruchung der Zähne bricht der Schmelz vom Dentin ab und legt dieses frei. Kommt es zu einer voranschreitenden Abrasion, wird der Pulpakanal freigelegt. Dentogenesis imperfecta ist meist mit einer Zahnunterzahl verbunden.
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Dentintubuli
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Verbinden die Zahnoberfläche mit den Nerven im inneren des Zahnes. Dentintubuli sind feine, prismenartige Zahnkanäle.
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Dentitio difficilis
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Erschwerter Zahndurchbruch (Perikoronitis). Oftmals mit Zahnfleischentzündungen an noch nicht vollständig durchgebrochenen Zähnen, z. B. beim Durchbruch der Milchzähne oder im bleibenden Gebiss beim Durchbruch der Weisheitszähne.
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Dentition
Zahndurchbruch; erst kommen die Milchzähne, meist im 6.-30. Lebensmonat; es folgt das bleibende Gebiss im 6.-12.Lebensjahr. Eins Ausnahme sind die Weisheitszähne, diese können ab dem 16. Lebensjahr durchbrechen. Die Dentition ist meist mit starken Schmerzen verbunden. Es gibt verschiedene schmerzlindernde Methoden, z.B: bei Kleinkindern ein gekühlter Beißring oder ein Wolltuch mit desinfizierenden und leichten Betäubungsmittel betupfen.
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dentoalveolär
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Es handelt sich um Zahnbewegungen, die im alveolären Bereich stattfinden. Dentoalveoläre Veränderungen treten, im Gegensatz zu dentomaxillären Änderungen, infolge von Wachstum auf.
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Derotation
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Derotation bezeichnet kieferorthopädische bereits durchgeführte Drehung eines vormals fehlstehenden Zahnes in seine regelrechte Position. Dies wird biomechanisch durch ein Kräftepaar bewirkt, das ein Drehmoment auf den Zahn überträgt.
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Desensibilisierung
Linderung des Schmerzempfindens bei freiliegenden Zahnhälsen, z. B. durch die Bildung eines Schutzfilms durch spezielle Lacke oder Spezialzahncremes.
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Desinfektion
Einsatz von physikalischen und chemischen Verfahren oder Mitteln zur Entkeimung und Entseuchung von Krankheitserregern (Bakterien, Pilze, Viren).
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Desmodont
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Wurzelhaut (Peridontalligament) stellt das Bindergewebe des Zahnhalteapparates dar. Das Desmodont besteht aus feinen kollagenen Faserbündeln, diese sind so ausgerichtet, dass die einwirkenden Kräfte auf den Zahn in Zugkräfte umgewandelt werden. Des Weiteren verankern die Fasern den Zahn mit dem Wurzelzement und auf der anderen Seite mit dem Alveolarknochen. Zugkräfte leiten die Fasern weiter, indem sie sich aus ihrer gewellten Form strecken, nicht dehnen. Eine mechanische Zerstörung des Kieferknochens wird dadurch verhindert und knochenbildende Zellen werden stimuliert. Kleine Blut- und Lymphgefäße befinden sich ebenso in der Wurzelhaut.
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Devitalisation
Entfernung angegriffener Zahnnerven (Pulpa), wenn dieser nicht mehr erhaltungswürdig ist. Früher wurde dieser Eingriff mittels chemischer Substanzen durchgeführt, doch wegen der akuten Gefahr, dass körpereigenes Gewebe hierbei zerstört wird, findet diese Methode nur noch in akuten Schmerzfällen statt. Der heute übliche Weg ist, dass man den geschädigten Nerv ambulant entnimmt und den Kanal füllt.
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Diabetes
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Diabetes mellitus, "Zuckerkrankheit", ein Defekt des Kohlenhydratstoffwechsels bei dem der Patient einen anomal hohen Zuckerspiegel in Blut und Harn aufweist. Mit Hilfe eines strengen Ernährungsplans und der Gabe von Insulin kann man den Wert kontrollieren. Diabetiker haben oft ein geschwächtes Immunsystem, diese Tatsache ist aus zahnmedizinischer Sicht bei Entzündungen, wie z.B. am Zahnfleisch, relevant. Das parodontale Entzündungsrisiko liegt bei Diabetikern über dem Durchschnitt. Bei gut eingestellten Insulinpatienten minimiert sich das Risiko.
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Diagnodent
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Kariesdiagnostikgerät auf Laserbasis, sog. Laserfluoreszenzsytem. Der Laser tastet den Zahn ab und löst bei kariösen Veränderungen ein Signal aus. Der Diagnodent hat nur eine unterstützende Funktion und kann die jahrelang erprobten Methoden der Kariesdiagnose nicht ersetzen. Grund dafür ist zum einen die unhandliche Größe des Gerätes und zum anderen liefert er ungenaue Daten in der Nähe des Zahnmarks. Vorteil der Technik ist jedoch, dass man Karies meist auch an Stellen, die schwierig einzusehen sind, erkennen kann.
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Diagnose
Das Erkennen der Krankheit durch den Arzt. In der Diagnostik bedient sich der Arzt vielfältiger Methoden und Werkzeuge. Sie reichen von mechanischem Abtasten bis hin zur Computertomograhpie und komplexen Laboruntersuchungen von Gewebe- oder Körperflüssigkeitsproben. In der Zahnmedizin ist die Röntgenuntersuchung einzelner Zähne oder des gesamten Kiefers eine wichtige diagnostische Methode.
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Diagnostiklinie
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Es ist die Verbindung zwischen der Konkavität am Zwischenkiefer und dem ventralsten Punkt des knöchernen Kinns (Pogonion) im Fernröntgenseitenbild. Auf dieser Geraden sollte die untere Schneidekante liegen.
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Diamantfinierer
Mit Diamantpartikeln besetzt rotierende Geräte, die zum Finieren und Glätten der Zahnoberflächen eingesetzt werden.
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Diamantschleifer
Diese rotierenden und auch oszillierenden Geräte sind mit Diamantsplittern besetzt und diese Instrumente gibt es in verschiedenen Formen und Größen. Man bearbeitet damit entweder den Zahnschmelz oder auch metallische Materialien. Beim der Benutzung des Gerätes, werden immer wieder neue Splitterschichten freigelegt.
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Diastema
Erbliche Zahnlücke bei vollständigem Gebiss; meist zwischen den oberen Schneidezähnen (Trema). Eine kosmetische Korrektur ist z.B. durch Veneers (Verblendschalen, keramische Frontzahnschalen) möglich.
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Diathese
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Die Disposition (Anfälligkeit) des menschlichen Körpers gegenüber bestimmten Erkrankungen.
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Diatorics
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Auch Lochzähne genannt; diese Zähne werden industriell hergestellt und stellen vollkeramische Seitenzähne für Teil- und Totalprothesen dar. Die Diatorics besitzen, im Unterschied zu anderen Vollkeramikfrontzähnen, keine Retentionsstifte. Die mechanische Verankerung im Prothesenkunststoff erfolgt über die unter sich gehenden Löcher der Frontzähne.
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Differentialdiagnose
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Unterscheidung von symptomatisch ähnlichen oder gleichen Krankheitsbildern bei der Stellung einer Diagnose; sollte immer die eigentliche Diagnose kritisch begleiten.
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Discus
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Diskus; aus Knorpel bestehende Scheibe zwischen zwei Gelenkflächen; teilt den Gelenkspalt in zwei Bereiche auf.
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Disklusion
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In der Schlussbissstellung haben im Normalfall alle Zähne Kontakt miteinander, dies nennt man Okklusion. Bei der Disklusion fehlen diese Kontakte vollständig. Bei allen Schub- und Seitwärtsbewegungen des Unterkiefers ist die Disklusion normal.
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Disparallelität
bezieht sich auf das nicht parallele Verhältnis der Achsen von Brückenpfeilern oder „Klammerzähnen“ (partieller Zahnersatz) zueinander
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distal
Richtung- und Ortsangabe von Zähnen; bedeutet "weiter entfernt von der Körpermitte". Bei den Zähnen sind die zum Hinterkopf gerichteten Zahnflächen gemeint.
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Distanzhülse
Wird bei enossalen Implantaten verwendet und ist ein metallischer Körper. Diese Hülse soll den Abstand zwischen dem Knochen und der Schleimhaut überbrücken. Der Metallkörper wird meist während der Einheilungsphase eines Implantates eingesetzt.
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Distanzlack
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Ein spezieller Lack, der auf das Zahnstumpfmodell aufgetragen wird. Man Trägt den Lack vor einer Wachsmodellation von Kronen auf, um ganz gezielt einen gößeren Stumpf herzustellen, so dass beim Einsetzen der Krone genug Platz bleibt für den Befestigungszement.
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Distanzoperation
Technik bei enossalen Implantaten; es handelt sich um ein Zweiphasen-Verfahren, da eingesetzte Implantate eine 3 bis 6-monatige Einheilungsphase benötigen. Ist nach einer mehrwöchigen Ausheilungsphase ein reizloser Zustand des Weichgewebes erreicht, kann der zweite Eingriff (Aufbau der Suprastrukturen) erfolgen. Die Methode verspricht eine lange Haltbarkeit und gute Festigkeit der Implantate.
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Distraktion
Distraktionsosteogenese; Verfahren zum Knochenaufbau, welches sich stützt auf die Selbstheilungskräfte des menschlichen Körpers. Bei Zahnimplantaten kommt es häufiger vor, dass diese nicht stabil im Knochen verankert werden können, da im zahnlosen Kiefer die Knochenmasse deutlich abnimmt. Der Zahnarzt muss mit Hilfe des Distraktionsverfahrens Knochenmasse vermehren, dazu wird künstlich ein Knochenstück von der Basis abgetrennt. Der Distraktor (spezielles Gerät) zieht das Knochenstück langsam auseinander und in diesem Zwischenraum bildet sich dann neue Knochenmasse (Kallus). Danach folgt die Konsolidierungsphase, in der sich der neu gebildete Knochen verfestigen kann. Es gibt außerdem eine Distraktionsapparatur, die der Patient jeden Tag selbstständig betätigen muss. Die Methode soll eine präzisere Kontrolle des Knochenaufbaus gewährleisten.
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Disziplinarrecht
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Kommt es zu Verstößen von Vertragspflichten eines zugelassenen Zahnarztes, kann die KZV (Kassenzahnärztliche Vereinigung) das Disziplinarrecht als Rechtsmittel (SGB V, §81) einsetzen.
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divergens, divergent
Bedeutet: auseinanderweichend; z.B. im Zusammenhang mit den Pfeilerzähnen, die eine unterschiedliche Achsausrichtung haben.
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Dokumentation
Aufzeichnung eines jeden Behandlungsfalles, um Patienten und Ärzten die Möglichkeit zu geben, die Informationen über die Behandlung immer wieder abzurufen. Die Dokumentation sollte die wichtigsten präventiven, diagnostischen, therapeutischen und nachsorgenden Maßnahmen, sowie die Verlaufsdaten enthalten. Vor unbefugtem Zugriff oder nachträglichen Änderungen muss die Dokumentation geschützt werden.
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Dolor post extractionem
Dolor bezeichnet zunächst einen örtlichen Entzündungsschmerz. D. post extractionem sind Schmerzen, die nach einer Zahnentfernung, als Ergebnis einer Entzündung der Alveole, auftreten.
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Doppelarmklammer
Gebogene oder gegossene Klammer als reines Halteelement einer Prothese. Besitzt je einen Arm auf der vestibulären und der oralen Seite des Zahnes. Doppelarmklammern verhindern nicht das Absinken einer Prothese, können aber durch eine zusätzliche Auflage eine Stützfunktion einnehmen.
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Doppelbiss
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Bezeichnung für das Bestehen von zwei gewohnheitsmäßig (habituell) eingenommenen Stellungen des Unterkiefers beim Zusammenbiss.
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Doppelkrone
Auch Teleskopkrone genannt, bestehend aus einer Primärkrone (auf den Pfeilerzahn zementierte Innenkrone) und eine darüber geschobene Sekundärkrone (am abnehmbaren Teil des Zahnersatzes befestigte Außenkrone). Dient der Abstützung und der Retention einer Prothese an den Zähnen.
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Doppelplatte
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Auch Spornplatte genannt; Korrektur der Unterkieferstellung. Die kieferorthopädischen Ober- bzw. Unterkieferplatten sind mit einem Steg verbunden und zwingen dadurch den Unterkiefer in die gewünschte Position.
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Doppelstifte
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Diese parapulpären Stifte haben zwei Sollbruchstellen, so dass der Zahnstumpf nach dem Eindrehen des ersten Stiftes zusätzlich in einem weiteren Bohrkanal fixiert wird.
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dorsal
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Richtungs- und Ortsangabe; an der Rückseite gelegen.
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Draht, kieferothopädischer
Diese Drähte werden als aktive kieferorthopädische Elemente benutzt, um die biologischen Kräfte auf die Zähne und Zahnguppen zu übertragen. Die unterschiedlichen Härtegrade der Drähte kommen durch die verschiedenen Legierungen zustande. Auch der Querschnitt der Drähte kann variieren zwischen einfacher, verseilter oder mehrfach verseilter Form.
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Drainage
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Ableitung von Wundsekreten (z.B. Eiter aus einem Abszess, Blut) oder aber eingedrungene Gase. Es gibt die innere und die äußere Drainage. Bei der inneren Drainage werden aufgestaute Wundsekrete mit Hilfe eines operativen oder minimal invasiven Eingriff abgeleitet.
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Dreidimensionaler Kofferdam
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Weiterentwickelte und modernere Form des konventionellen Kofferdams. Bei dieser Variante werden keine Rahmen oder Klammern benötigt, um den Halt des Kofferdams zu gewährleisten. Dieser wird zum einen durch seine Konstruktion und zum anderen durch Zahnseide und Ligaturen aus Wedjets gehalten.
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Dreiviertelkrone
Gehört zu der Gruppe der Teilkronen; es wird nicht die gesamte Zahnkrone zur Aufnahme einer Zahnersatzkrone beschliffen. Es bestehen keine klaren Übergänge zwischen großflächigen Inlays bzw. Onlays o. Overlays, Halbkronen und Dreiviertelkronen.
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Dry Socket
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Infektion nach der Extraktion eines Zahnes. Kommt häufig vor bei der Entfernung von Weißheitszähnen, wenn sich der Blutpfropfen (Blutkoagulum) entzündet. Im Extremfall kann es zur Kieferklemme kommen. Die Bezeichnung Dry Socket stammt daher, dass durch die Extraktion des Zahns der Kieferknochen frei und durch Tamponaden trocken liegt, aber aufgrund der Entzündung nicht heilen kann.
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DVT
Die digitale Volumentomographie (DVT) wurde 1998 in einer wissenschaftlichen Publikation vorgestellt und seit 2001 von verschiedenen Herstellern vermarktet. Bei der Volumentomographie wird ein kegelförmiger Röntgenstrahl erzeugt, der das gesamte Untersuchungsvolumen im Rahmen lediglich einer Rotation durchstrahlt. Auf diese Weise wird ein der CT vergleichbarer Rohdatensatz gewonnen, sodass analoge Algorithmen Bilder in allen Raumrichtungen generieren können. Da das durchstrahlte Volumen wesentlich kleiner ist, können die erzielten Volumenelemente geringere Ausmaße aufweisen.
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Dysgnathie
Gebissfehlstellung, Fehlentwicklungen der Zähne, Kiefer- und des Kausystems; Die abweichenden Gebisszustände können die Kieferform, die Lage der Kiefer zueinander, den Einbau der Kiefer in den Schädel, die Zahnstellung oder die Verzahnung (Okklusion) betreffen.
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Dämpfungselement
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Zwischen dem osseointegrierten Zahnimplantat und der prothetischen Suprakonstruktion kann ein elastisches Ausgleichselement gesetzt werden. Es sorgt dafür, dass das Implantat federnd im Knochen verankert ist und übernimmt damit die Aufgaben des Desmodonts.
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