Zahnlexikon

iatrogen

Durch einen ärztlichen Eingriff entstanden; Wird meist negativ gebraucht bei Behandlungsfehlern, die durch den zuständigen Arzt verursacht wurden.

immediat

Sofortiges, unmittelbares Handeln; in der Medizin bedeutet dies z.B. das sofortige anlegen einer Hilfsprothese.

impaktierter Zahn

Zahn ist noch vollständig im Kieferknochen, es kam noch nicht zur Dentition.

Implantat

In Körpergewebe eingepflanztes Material. In der Zahnheilkunde sind Implantate eingesetzte Fremdkörper in den Kieferknochen und dienen der Befestigung von Brücken, Kronen und Prothesen. Zahnimplantate übernehmen die Funktion der Zahnwurzel und werden meist in den Kieferknochen über ein Schraubgewinde eingedreht oder eingesteckt. Im Wesentlichen werden heute Implantate aus Glaskeramik, Aluminiumoxydkeramik und beschichteten Metallkörpern verwendet. Nach 3 bis 6 Monaten ist das Implantat mit dem umgebenden Kieferknochen zu einer festen Trägereinheit verwachsen. Das Problem der Gewebeverträglichkeit ist heute weitgehend gelöst.

Implantatachse

Ein enossales Implantat muss eine bestimmte Achsenneigung zu dem Alveolarfortsatz und den Nachbarzähnen einnehmen. Die richtige Neigung ist besonders wichtig, damit später ein gutes kaufunktionelles und ästhetisches Ergebnis vorliegt.

Implantateinheilung

Die Einheilung ist abhängig von einem vitalen und funktionsfähigen Knochen, dadurch ist eine gute ossäre Integration des Implantates gegeben. Ein schlechter Heilungsprozess liegt vor, wenn das Knochenlager durch Entzündungen bereits geschädigt ist.

Implantatentfernung

Das Entfernen von Implantaten kann nötig werden, wenn es zu permanenten therapieresistenten Entzündungen am oder im Implantat kommt. Weitere Gründe für das Entfernen können sein, wenn das Implantat nur noch locker verankert ist oder aber chronische Nervenschmerzen auftreten.

Implantatform

Bezeichnet die äußere Form eines Implantates, die sich nach unterschiedlichen Gesichtspunkten richtet. Dazu gehören die optimale Eindringbarkeit in den Knochen, die Festigkeit und die Haltbarkeit eines Implantates. Die symmetrischen, pfostenförmigen Zylinder- oder Schraubenimplantate verdrängen immer mehr die extendierten Blatt- oder Disk-Implantate.

Implantatfraktur

Es handelt sich um einen mechanischen Defekt am Implantatkörper selbst. Dieser Defekt entsteht durch Über- oder Fehlbelastungen, durch Materialfehler und -ermüdung, sowei bei einem Trauma.

Implantatfreilegung

Bei einer zweizeitigen Implantation muss nach dem Einsetzen des Implantates zunächst eine gedeckte Einheilungsphase abgewartet werden. Der zweite Schritt ist die Freilegung und Eröffnung des Implantatkopfes. Die Freilegungsoperation befreit den Implantatkopf von der bedeckenden Schleimhaut.

implantatgestützt

Bezeichnet die Art von Zahnersatz, der nicht von der Schleimhaut oder den Zähnen getragen wird. Dieser Zahnersatz wird ausschließlich von Implantaten getragen.

Implantatinsertion

Behandlung, bei der ein steril entnommenes enossales Implantat in das bereits präparierte Knochenlager eingebracht wird. Ein gutes Ergebnis wird erzielt, wenn eine exakte Vorbohrung mit genormten Besteck erfolgt.

Implantation

Zunächst handelt es sich um das Einbringen eines Implantates in den Körper, genauer gesagt in die Implantatverankerung im Implantatbett. Man unterscheidet zwei Arten von Implantation: 1. die einzeitige Implantation, bei der die Behandlung in einer Sitzung abgeschlossen ist, keine weiteren Maßnahmen erforderlich sind und das Implantat meist gleich belastbar ist; 2. zweizeitige Implantation, bei der das Verfahren in zwei Phasen abläuft. Nach dem Einbringen des Implantates ist eine Einheilungsphase notwendig. In der zweiten Phase wird das Implantat freigelegt und es erfolgt der Aufbau der prothetischen Suprastrukturen.

Implantatknochenverbund

Bezeichnet die histologische Verankerung zwischen Implantat und Knochen. Es gibt verschiedene Verbundarten, die abhängig sind von den verwendeten Materialien: 1. Distanz-, 2. Kontakt- oder Verbundosteogenese.

Implantatlager

Das Implantatlager ist der Teil vom Knochen, in den das Implantat eingesetzt wird. Es kann zu Knochenverlust mit Zahnfleischtaschenbildungen kommen, wenn das Implantat unphysiologischen Belastungen ausgesetzt wird.

Implantatpfosten

Dieser Pfosten setzt sich zusammen aus dem enossalen Anker im Knochenbett, der transgingivalen Übergangszone und dem prothetischen Aufbaupfosten, der die Befestigung der prothetischen Suprastrukturen gewährleistet.

Implantatreinigung

Die gründliche Reinigung und gute Hygiene der Implantatpfeiler ist die Vorraussetzung dafür, dass die prothetischen Suprastrukturen eine lange Haltbarkeit bewahren und es nicht zu einem ungewollten Implantatverlust kommt.

Implantatverankerung

Das Implantat wird im Kieferknochen befestigt. Damit eine enossale Implantation erfolgreich verläuft, ist es wichtig darauf zu achten, dass die Pfeiler kongruent sind. Nach der Operation muss eine Lagestabilität mit einer absoluten Immobilisation erfolgen.

Implantatwerkstoffe

Die Werkstoffe müssen den mechanischen Belastungen standhalten und zudem sollten sie biokompatible oder bioreaktive Eigenschaften aufweisen. Im Dentalbereich werden metallische und keramische Werkstoffe benutzt. Vorteil der metallischen Implantate ist, dass sie den mechanischen Belastungen besser standhalten können, während die keramischen Materialien die besseren biologischen Aspekte aufweisen.

Implantologie

Ist die Bezeichnung für den Fachbereich, der sich wissenschaftlich und praktisch mit zahnmedizinischen Implantaten beschäftigt.

Inaktivitätsatrophie

Rüchbildung, Schwund; Ursache für eine Atrophie kann eine fehlende oder mangelnde Beanspruchung sein. Diese Rückbildung kann sich auch am Parodont zeigen und kann dann funktionell behandelt werden (Belastungausgleich durch Beschleifen, prothetische Versorgung usw.).

Indikation

Beschreibt den Grund oder Anlass eine bestimmte Therapie im Krankheitsfall zu ergreifen. Es gibt die relative Indikation, bei der es mehrere Behandlungsoptionen gibt und die absolute (vitale) Indikation, lässt keinen großen Spielraum für die medizinischen Maßnahmen zu (z.B. Notoperation).

Individualprophylaxe

Maßnahmen zur Vorbeugung von Erkrankungen der Zähne und des Zahnhalteapparates. Zu den Maßnahmen gehören vor allem professionelle Zahnreinigungen, aber auch Information und Aufklärung des Patienten über die Zusammenhänge der Krankheitsentstehung, praktische Übungen zur Mundhygiene, Fluoridierung der Zähne, das Versiegeln von Fissuren. Diese Maßnahmen werden durch speziell ausgebildetes Personal - z.B. eine Prophylaxehelferin - durchgeführt.

Indiziert

ratsam, angezeigt, notwendig

Infektion, odontogene

Es handelt sich um eine Entzündung, die von einem pathogenetischen Zahn (z.B. ein Zahn im Bruchspalt, Zahn mit apikaler Parodontitis etc.) ausgeht. Diese Infektion kann aber auch durch eine Schädigung des Halteapparates ausgelöst oder durch therapeutische Maßnahmen (z.B. Zahnextraktion) verursacht werden. Die Behandlung sieht zunächst eine Bekämpfung der Entzündung vor und anschließend wird der Entzündungsherd versorgt.

Infektionsschutz

Es wird darauf geachtet, dass weder der Patient auf den Zahnarzt Bakterien überträgt und auch nicht umgekehrt. Dieses kann durch einfache Maßnahmen (Sterilisation, Händedesinfektion, Mundschutz etc.) vermieden werden.

Infiltrationsanästhesie

Einbringen (Injektion) eines Lokalanästhetikums, mit Hilfe einer Kanüle, zur lokalen Schmerzausschaltung in einem Gewebe.

Infrakrestalplastik

Es handelt sich um eine präprothetische, chirugische Behandlung, bei der der zahnlose Kiefer verbreitert wird. Zunächst wird das Mukoperiost abgehoben und dann wird Hydroxylapatit-Keramikgranulat in die Einziehungen unterhalb der Alveolarkammhöhe implantiert. Zuletzt lagert man das Mukoperiost zurück und vernäht die Schleimhaut.

Infraokklusion

Auch als Depression bezeichnet; es handelt sich um das Nichterreichen der Okklusionsebene, d. h. dass der eine Zahn oder ganze Zahngruppen keinen Kontakt zu ihrem Antagonisten haben. Hervorgerufen wird die Infraokklusion durch Zahnfehlstellungen in vertikaler Richtung. Gerade bei den Milchmolaren kann es aufgrund einer Ankylosierung oder eines fehlenden Wachstumsschubes zu einer Infraokklusion kommen.

Infraorbitalanästhesie

Die Ausschaltung des Frontzahnbereiches im Oberkiefer wird erzielt, indem eine Leitungsanästhesie des Nervus infraorbitalis vorgenommen wird. Nötig wird diese Art der Anästhesie bei der Zahnextraktion, der Wurzelspitzenresektion oder bei der Kieferhöhlenoperation. Bei dieser Methode erfolgt der Einstich intra- oder extraoral am Foramen infraorbitale. Das Foramen befindet sich 1 cm unterhalb des medialen Drittels des unteren Orbitalrandes.

Infrawölbung

Bezeichnet die Bereiche eines Zahnes, die sich unterhalb des prothetischen Äquators befinden. Die Infarwölbung wird von den Klammern einer partiellen Prothese für die Retention genutzt.

Inhibitionsschicht

Es ist eine langsamer aushärtende Oberflächenschicht von Kompositen. Diese entsteht bei der Polymerisation von Kunststoffen, wenn es zum Zutritt von Sauerstoff kommt. Die Bildung dieser Schicht kann durch die Abdeckung mit Stripkrone, Zervikalfolie oder transparenter Folie verhindert werden.

Initialkaries

Anfangsstadium von Karies, hier ist zunächst nur der Zahnschmelz angegriffen. Maßnahmen zur Beseitigung: sorgfältiges Putzen und zahnärztliche Hilfe mit einer professionellen Zahnreinigung. Der Übergang von einem Initialkaries zu einer unterminierenden Kavität ist rein optisch schwierig zu erkennen, hier hilft nur eine röntgenologische Untersuchung.

Initialtherapie

Auch parodontale Vorbehandlung genannt; Maßnahmen, die bei Verdacht einer parodontalen Erkrankung nach der Erstuntersuchung ergriffen werden. Diese Maßnahmen umfassen Zahnsteinentfernung, ausschalten der Reizfaktoren und eine Anleitung und Motivation zu einer gewissenhaften Mundygiene. Bei der umfassenden Befunderhebung, 2-3 Wochen nach dieser ersten Therapie, wird entschieden, ob eine Parodontaltherapie nötig ist.

Injektion

Einbringen von Flüssigkeiten ins Körpergewebe mittels einer Spritze. Vorteil dieser Methode ist, dass die Medikamente schneller wirken als oral verabreichte Medikamente, da sie weniger physiologische Schranken überwinden müssen.

Inklination

Bedeutet Neigung, Verwinkelung; Auf die Zähne bezogen beschreibt dieser Begriff zum einen die Kippung der Zahnachse und zum anderen den Neigungsgrad der Höckerelemente. Dabei geht es um die bukkalen Höckerelemente, die sich von den Höckerspitzen zum Zentrum in Relation zu einer über die Höcker der oberen Seitenzähne gelegten Ebene neigen. Dieser Neigungswinkel steigt vom Eckzahn bis zum letzten Molaren um 3° pro Zahn flacher an.

Inklusion

Bedeutet: Einschluss, Einengung; es kann die genaue Eingrenzung der Diagnose oder aber den intrazellulären Einschluss (z.B. phagozytierte Stoffe) bezeichnen.

Inkovac-Verfahren

Es handelt sich um ein chemoplastisches Gussverfahren. Bei dieser Methode wird die in Wachs modellierte Prothese auf dem Modell mit Hilfe einer Spezialküvette und Dubliermasse umgegossen. Vor dem Eingießen muss das Modell evakuiert werden, damit man den Kunststoff auf das Modell ziehen kann. Dann muss abgewartet werden bis die Dubliermasse ausgehärtet ist, dananch kann das überschüssige Wachs entfernt werden. Die Zähne können dann wieder in die Dubliermasse zurückgesetzt und die korrekte Lage des Modells in der Form kann geprüft werden. Die Polymerisationsschrumpfung kann vermindert werden, indem man unter Druck polymerisiert.

Inlay

Im zahntechnischen Labor individuell angefertigte Versorgung eines Zahndefektes aus Gold, Keramik oder Kunststoff. Das Inlay wird meist im Seitenzahnbereich eingesetzt. Es ersetzt nicht die Höcker der Zähne, aber deren Kaufläche. Schwierigkeit beim Einsetzen der Inlays kann die Präparationsgrenze sein, die den unpräparierten vom präparierten Teil trennt. Bei Gussfüllungen ist ein optimaler Randschluss möglich, der eine Haltbarkeitszeit des Inlays von über 20 Jahren erlaubt. Die so genannten MOD-Inlays (dreiflächige Inlays) können zusätzlich noch als Brückenanker verwendet werden.

Inlayabformung

Bei dieser Abformung des vorbereiteten Zahnes muss beachtet werden, dass die approximalen Räume und die Kontaktpunkte berücksichtigt werden.

Inlaybrücke

Bei dieser Brücke bestehen die Brückenanker aus Inlays. Vorteil dieser Brücke besteht darin, dass sie, im Gegensatz zu den Kronen als Brückenanker, eine geringere Retention aufweist.

Inlaypräparation

Verfahren, um eine Kavität für die Aufnahme eines Inlays vorzubereiten. Zu diesen Maßnahmen gehören unter anderem, dass annähernd parallele Wände hergestellt werden, der Schmelz angeschrägt wird und überstehende Schmelzprismen entfernt werden.

Innenkühlsystem

Hilfssystem, welches thermische Präparationsschäden im Knochen- und Bindegewebe verhindern soll. Die chirurgischen Fräsen werden werden gekühlt, indem die durch den Schaft verlaufende Kühlflüssigkeit direkt im Bereich der Schneidelamellen austritt.

Innenlumen

Bezeichnung für den Innendurchmesser bzw. die innere offene Fläche z. B. eines Wurzelkanals.

Insertsysteme

Keramische Füllkörper, die der Verbesserung der Füllungsqualität/des Randschlusses bei Kompositfüllungen dienen, da es keine schrumpfenden Keramikteile sind. Die Methode ist umstritten, da sie zwar der Schrumpfung der Füllung entgegenwirkt, aber wie jede andere Keramikfüllung bruchgefährdet ist.

Inspektion

Gründliches Betrachten einer krankhaften Veränderung bzw. des Zustands eines Patienten. Erster Bestandteil der körperlichen Untersuchung in der medizinischen Diagnostik. Der Arzt erhält so erste Informationen zum allgemeinen Zustand des Patienten.

Institut der Deutschen Zahnärzte

IDZ; diese Institution wird zusammen von der Bundeszahnärztekammer und der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung getragen. Die Organisation stellt Untersuchungen an und gibt Veröffentlichungen auf dem Gebiet der Epidemiologie und der zahnärztlichen Berufsausübung aus.

Instrumente, zahnärztliche

Es ist der Sammelbegriff für alle in der Zahnmedizin verwendeten Instrumente. Man unterscheidet zwischen chirurgischen ( für operative Eingriffe), rotierenden (für Bearbeitung der Zahnhartsubstanzen) und oszillierenden (für die Kavitätenpräparation) Instrumenten. Zudem gibt es noch schlauchgebundene Instrumente. Dies sind Mikromotoren, Turbinen und Handstücke, die mit einem Schlauch an die entsprechende Behandlungseinheit angeschlossen werden und in der Elektrochirurgie bzw. beim Unltraschall eingesetzt werden.

Instrumentenablage

Es ist ein Bestandteil des Behandlungsplatzes und ist in alle Richtungen schwenkbar. Meist gibt es an dieser Ablageplatte Anschlüsse für Motoren, Turbinen und Mehrzweckspritzen.

Instrumentenaufbereitung

Die Übertragung von pathogenen und fakultativ pathogenen Krankheitserregern wird durch die Aufbereitung der Instrumente grundsätzlich ausgeschlossen. Bei 134°C sind thermostabile Medizinprodukte dampfsterilisierbar und die Sterilgutverpackung hängt vom jeweiligen Sterilisationsverfahren ab. Sachkundiges Personal, Beachtung der schriftlichen Arbeitsanweisung, ein separater Aufbereitungsraum sowie ein Gerätebuch für den Dekontaminationsautomaten bzw. Sterilisator sind nötig für eine korrekte Instrumentenaufbereitung.

Instrumentensicherung

Nach einem BGH-Urteil handelt es sich um eine Maßnahme, die der Sicherung von Wurzelkanalinstrumenten dient. Diese Sicherung, mit Hilfe eines Spanngummis soll die Aspiration und das Verschlucken der Instrumente verhindern.

Instrumentenwechsel

Austausch der Instrumente, hierbei hat die Helferin das neue Instrument zwischen dem Daumen und Zeigefinger. Das gebrauchte Instrument nimmt sie mit dem kleinen Finger, wobei sie das Folgeinstrument zum Daumen und Zeigefinger das Zahnarztes führt.

Interalveolärlinie

In der Schlussbissstellung beim zahnlosen Kiefer bezeichnet dieser Begriff die Verbindungslinie der Mitte des Kieferkammes von Unter- und Oberkiefer.

Interdentalbürstchen

Es sind kleine feine Bürstchen, mit deren Hilfe man die schwer zugänglichen Interdentalräume reinigen kann. Auch bei Brücken und Stegen bietet sich eine Reingung mit der Interdentalbürste an, da auch hier nur schwer zu reinigende Bereiche sind. Die Bürstchen stimulieren zudem noch die Zahnfleischpapillen.

Interdentalfeile

Es handelt sich um maschinell betriebene Feilen, die ein Winkelstück besitzen. Diese Art von Feile wird benutzt um überstehende Füllungsränder im Approximalbereich zu entfernen, aber auch zur Politur in diesem Areal. Ebenfalls finden die Feilen Verwendung in der Belagentfernung der Zahnzwischenräume.

Interdentalkeil

Es gibt Holz- und Kunststoffkeile, die zur Adaptation von Matrizenbändern an die Ränder einer proximalen Kavität genutzt werden.

Interdentalraum

Zahnzwischenraum, der normalerweise von der Zahnfleischpapille ausgefüllt und von den zwei benachbarten Zähnen und dem First des knöchernen Alveolarfortsatzes begrenzt wird.

Interdentalsepten

Knöcherne Trennwände; befinden sich zwischen nebeneinander liegenden Zahnflächen oder Wurzelfächern.

Interdentalseptum

Bezeichnet das interdentale Knochenseptum, auch approximales Knochenseptum genannt. Dieses Septum besteht aus der Spongiosa und der Lamina dura und befindet sich zwischen den Wurzeln der Zähne.

Interimsersatz

Herausnehmbares Provisorium, temporär herausnehmbarer Zahnersatz, wird auch als Interimsprothese bezeichnet.

Interimskrone

Ist ein Provisorium, das die beschliffenen Zähne bis zur Eingliederung der endgültigen Krone schützen soll.

Interkuspidation

Schlussbisslage; „passgenauer“ Zusammenschluss aller vorhandenen Unterkiefer- und Oberkieferzähne, bei dem die maximale Anzahl von Kontakten (Höckerfissurenbiss) erreicht ist.

intermaxillär

Zwischen Ober- und Unterkiefer gelegen; auch zwischen den beiden Oberkieferhälften gelegen.

Interokklusalabstand

In der Ruheschwebelage nehmen die Kauflächen der Unterkiefer- und die der Oberkiefer-Seitenzähne einen bestimmten Abstand zueinander ein und das ist dann der Interokklusalabstand.

Interpositionslappen

Auch Transpositionslappen genannt; dieser gestielte Lappen wird nach einer Schwenkung in den vorhandenen Defekt eingenäht. Nach der Einheilungsphase erfolgt ein zweiter operativer Eingriff, bei dem der Hautstiel an seinen ursprünglichen Platz zurückverlagert wird.

interradikulär

Bezeichnet die Stelle zwischen den Wurzeln eines mehrwurzeligen Zahnes.

Interzeptivbehandlung

Bei einer ungünstigen Gebissentwicklung kann eine Unterbrechung, durch eine relativ kurze kieferorthopädische Behandlung, sinnvoll sein. Diese Methode sorgt dafür, dass ein bestimmter, die Entwicklung beeinflussender Befund vor der eigentlichen Behandlung korrigiert wird. Damit ist ein besserer Entwicklungsverlauf und eine mildere Ausprägung der Anomalie zu erwarten.

Intraligamentär

Ortsangabe; auch genannt Desmodontal- oder Parodontalspalt, dieser befindet sich zwischen den Zähnen und dem Alveolarknochen. Man kann in diesen Spalt eine Anästhesie setzen (Intraligamentäre Anästhesie) mit Hilfe einer feinen Injektionsnadel und einer Druckspritze. Bei dieser Methode handelt es sich um eine Einzelzahnanästhesie.

intraoral

Ortsbezeichnung: im Mund befindlich oder auch ablaufend.

Intraoralkamera

Elektronische Kamera zur Aufnahme von Zähnen.

intravenös

Gängige Abk.: i.v.; in der Vene befindlich, in die Vene einbringen. Das Medikament wird direkt in das venöse Blutgefäß verabreicht. Es handelt sich um eine parenterale Medikamentengabe, bei der die Arznei über die Vene zum Herzen transportiert wird und dort über die Arterien auf den gesamten Organismus verteilt wird. Intravenös kann man Medikamente mit Hilfe einer Injektion oder einer Infusion geben.

Intrusion

Traumatisches Eindrücken des bereits durchgebrochenen Zahnes in den Kiefer ohne Zahnfraktur, oft bis unter den Gingivalsaum.

Invisalign

Methode der Kieferorthopädie; bei dieser nimmt man auf schonende Weise eine Korrektur der Zahnstellung vor, indem mit transparenten Schienen und nicht mit Metallteilen gearbeitet wird.

inzisal

Richtungs- und Lagebezeichnung; bezieht sich auf den einzelnen Zahn und betrifft den Bereich der Schneidekante, genauer: von der Mitte des Zahnes zur Schneide.

Inzisalführung

Die Unterkieferfrontzähne gleiten an den palatinalen Zahnflächen der Oberkieferfrontzähne vorbei, dieser Vorgang wird als Inzisalführung bezeichnet.

Inzisalpunkt

Dies ist der mesiale Berührungspunkt, an dem sich die Schneidekanten der unteren mittleren Schneidezähne berühren. Gleichzeitig bildet dieser den frontalen Punkt der Okklusionsebene, sowie des Bownhill Dreiecks.

Inzision

Aufschneiden, Einschneiden, Spalten von Gewebe, Abszessen mit einem scharfen Instrument. Das Gewebe wird schichtweise mit einem Skalpell aufgeschnitten, damit aus einer entzündlichen Schwellung die Flüssigkeit (z.B. Blut, Eiter) abfließen kann. Diese Abszesse können sowohl von außen als von innen (Mundraum) geöffnet werden.

Iridium

Platinmetall, das eine geringe Reaktionsfähigkeit besitzt. Wird in der Zahnmedizin als Bestandteil von Metalllegierungen genutzt, da es den Härtegrad steigert. Die gute Sprödigkeit macht das Metall sehr beständig gegenüber Mineralsäuren.

Irrigationswasser

Begriff für das Wasser, welches sich in den zahnärztlichen Geräten zur Kühlung und Ausspülung befindet. Noch nicht geklärt ist, ob dieses Wasser für anfällige Patienten ein Infektionsrisiko darstellen kann.

isognath

Begriff, der in der vergleichenden Anatomie benutzt wird. Bei Raubtieren ist z.B. der obere und untere Zahnbogen gleich weit.

ITN (Intubationsnarkose)

In der Zahnästhetik häufig verwendete Art der Vollnarkose. Der Patient erhält über einen Beatmungsschlauch in der Luftröhre Narkosemittel und Sauerstoff. Der Patient erholt sich selbst nach mehrstündigen Operationen zügig, da bei dieser Methode die Steuerung der Narkosemittelgabe exakt erfolgen kann.

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