|
Zahnlexikon
Tamponade
|
Ein, meist mit einem Medikament bestückter (blut- bzw. schmerzstillend), Gazestreifen zum Einlegen in eine Kieferwunde.
|
Tarifvertrag
Vertrag über Arbeitsbedingungen und Vergütung. Für Zahnarzthelferinnen und Auszubildende existiert ein "Tarifvertrag über die Arbeitsbedingungen für Helferinnen" sowie ein Vergütungstarifvertrag, vereinbart von der Arbeitsgemeinschaft zur Regelung der Arbeitsbedingungen des Hilfspersonals der Zahnärzte mit dem Verband der weiblichen Angestellten e.V.
|
Teilkrone
Kronenart, die die natürliche Zahnkrone nur teilweise bedeckt. Im Vergleich zur Verblendkrone wird weniger Zahnsubstanz geopfert, dafür ist der Herstellungsaufwand höher. Wenig geeignet im kariesanfälligen Gebiss, jedoch günstig im parodontal erkrankten Gebiss. Unterscheidung in Halb- und Dreiviertelkronen (je nach bedeckter Fläche des Zahnes).
|
Teilprothese
Eine Teilprothese bezeichnet jeden abnehmbaren oder kombiniert festsitzend-abnehmbaren Zahnersatz. Sie setzt sich aus einer Prothesenbasis und darauf befestigten künstlichen Zähnen zusammen. Durch Verankerungselemente (z.B. Klammern) wird die Teilprothese an den Restzähnen des Patienten abnehmbar befestigt. Beispiele für Teilprothesen sind: Klammerprothese, Modellgussprothese, Teleskopprothese, Geschiebeprothese.
|
Teleskopkrone
Besteht aus einer Innen- und einer Außenkrone und dient der Befestigung eines herausnehmbaren Zahnersatzes. Auf dem Zahnstumpf sitzt eine dünne Metallhülse (meist aus Hochgold oder aus Titanlegierungen). Darauf steckt die Außenkrone, die mit dem herausnehmbaren Teil des Zahnersatzes fest verbunden ist.
|
Tertiärdentin
Auch Reizdentin genannt; kommt es zu einem Abrieb des Zahnschmelzes, wobei das darunter befindliche Dentin freigelegt wird, bildet sich das Tertiärdentin an dieser Stelle neu. Es handelt sich also um eine Art Schutz- oder Reparaturdentin.
|
Thermodesinfektor
|
Reinigungsgerät für zahnmedizinische Geräte, welches eine thermische Desinfektion durchführt und dabei den allgemeinen oder seuchenhygienischen Wiederaufbereitungsstandard von Medizinprodukten erfüllt. Die Desinfektion stellt absolute Keimfreiheit der Geräte her, indem alle Bakterien abgetötet werden.
|
tiefer Biss
Verstärkter Überbiss der oberen Frontzähne über die unteren im Schlussbiss. Über 3 mm beißen die oberen Zähne über die Unteren. Bei ausgeprägter Form kann es dazu kommen, dass die unteren Zähne in die Gaumenschleimhaut beißen. Der Tiefbiss kann angeboren sein, kann aber auch durch einen verfrühten Milchzahnverlust oder das Fehlen von Zähnen ausgelöst werden.
|
Tomographie
|
Tomogramm, Computertomographie (CT), Röntgenschichtaufnahme; Verfahren zur Herstellung von Querschnittsbildern (scheibenförmigen Abbildungen) des Körpers oder Teilen davon mit Hilfe von Röntgenstrahlen.
|
Topografie
|
(topografische Lage); Die Stellung der Zähne im Kiefer
|
Torsionsgeschiebe
sagittal ausgerichtetes Rundgeschiebe, das zur Teilung ausgedehnter Brücken im Unterkiefer-Seitenzahnbereich eingesetzt wird
|
Totalluxation
Man spricht von einer Totalluxation, wenn der Patient sich einen Zahn vollständig bei einem Unfall ausschlägt.
|
Totalprothese
Ersetzt jeweils im Ober- oder Unterkiefer die komplett fehlenden Zahnreihen durch Vollprothesen. In erster Linie dient die Vollprothese der Wiederherstellung der Kaufunktionen, sollte aber auch ästhetische und phonetische Komponenten berücksichtigen.
|
Transfixation
|
Gelegentlich angewandtes Verfahren zur Stabilisierung von gelockerten (einwurzligen) oder frakturierten Zahnwurzeln. Mit Hilfe über die Wurzeln hinausgehende Stifte aus Keramik o. Metall.
|
Transplantat
|
Bei der Transplantation eines Zahnes wird ein extrahierter wurzelgefüllter Zahn in eine leere Alveole des gleichen oder eines anderen Patienten versetzt.
|
Transposition
|
Bricht ein Zahn bei der Dentition an einer falschen Stelle durch und vertauscht seinen eigenen Platz mit seinem Nachbarzahn, bezeichnet man dieses als Transposition.
|
Transversalbügel
|
Wird bei Oberkieferprothesen benutzt und ist aus Edelstahl gegossen. Dieser Bügel verläuft quer über das Gaumendach und variiert je nach Restgebiss und Herstellungsweise.
|
Trauma
Verletzung durch Gewalteinwirkung; traumatische Zahnverletzungen können Frakturen oder Risse der Kronen, Lockerungen oder das vollständige Fehlen eines Zahnes sein. Auch Mundschleimhaut, Lippen und Wangen sind häufig mit davon betroffen. Bei schwerwiegenden Unfällen kann es auch zur direkten Schädigung des Kieferknochens kommen. Nach einem Zahntrauma ist die Erhaltung des geschädigten Zahnes in den meisten Fällen möglich.
|
Trepanation
|
Eröffnung einer Knochenhöhle durch Aufbohren (beispielsweise die Eröffnung des Kieferknochens in der Gegend der Wurzelspitze mit Hilfe einer runden Fräse, um bei einer Parodontitis den Sekretstau aus dem Entzündungsgebiet abzuleiten).
|
Tuberplastik
|
Es handelt sich um einen präprothetisch-kieferchirurgischen Eingriff. Durch diesen Eingriff wird ein Sulkus distal vom Tuber maxillae geschaffen. Die Schaffung des Sulkus verbessert den Prothesensitz oder trägt dazu bei Narbenzüge nach einer Gaumenplastik zu entfernen.
|
Tumor
Geschwulst, durch krankhaftes Zellwachstum gebildetes Gewächs, bei verdrängendem Wachstum gutartig, bei zerstörender Ausbreitung bösartig (maligne), auch Bezeichnung für eine krankhafte Anschwellung bei einer Entzündung.
|
Sie vermissen einen Begriff?
Schicken Sie uns eine E-Mail an zahnlexikon@spitta.de und wir ergänzen das Spitta-Zahnlexikon umgehend.
|