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Zahnlexikon
Nachbarzahn
Es handelt sich immer um den im Kiefer mesial bzw. distal stehenden Zahn. Also der seitliche Schneidezahn und der erste Prämolar sind demnach Nachbarzähne zum Eckzahn. Gerade bei Behandlungen, wie der Separation, Präparation oder dem Säureätzverfahren ist darauf zu achten die Nachbarzähne zu schützen.
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Nachbehandlung
Umfasst alle Maßnahmen, die nach einem operativen Eingriff vorgenommen werden, z.B das Einbringen einer Tamponade oder die Nahtentfernung.
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Nachblutung
Blutung nach operativem Eingriff, meist nach dem Nachlassen lokaler Betäubungsmittel, denen blutverengende Substanzen beigemischt waren (z.B. nach Extraktion)
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Nachfolger
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Dies ist der bleibende Zahn, der an die Stelle des Milchzahnes tritt.
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Nachpräparation
Verfahren der definitiven Präparation von Pfeilerzähnen, nach Ausheilung von Extraktionswunden oder nach einer vorläufigen Versorgung mit provisorischen Brücken.
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Nachregistrierung
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Es ist üblich nach einer initialen Einlagerungsphase von schleimhautgetragenen Prothesen eine erneute Bestimmung der Kieferrelation zu machen.
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Nachschmerz
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Dies sind Schmerzen, die nach einer (zahn)ärztlichen Behandlung auftreten können, v.a. nach operativen oder endodontischen Eingriffen.
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Nachschärfen
Methode, die dem Schleifen von Handinstrumenten für die Parodontalbehandlung dient. Das Nachschärfen ist schwierig und nimmt sehr viel Zeit in Anspruch, ist aber unverzichtbar für die tägliche Arbeit mit den Instrumenten. Es gibt zahlreiche Hilfsmittel dafür: vom Arkansasstein bis hin zu aufwendigen Präzisionsschleifmaschinen.
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Nachsorge
Zum einen bedeutet Nachsorge die Überwachung der Heilung oder des Krankheitsverlaufs, z.B. Langzeiterkrankungen wie die Lippen-Kiefer-Gaumenspalte. Zum anderen schließt Nachsorge alle Maßnahmen mit ein, die für den langfristigen Erhalt der Zähne, nach Eingliederung des Zahnersatzes, getroffen werden. Dazu gehört auch eine Einweisung in die richtige Pflege der Prothese oder eine Nachkontrolle, ob der Sitz der Prothese noch korrekt ist.
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Nachuntersuchung
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Es handelt sich um eine Kontrolluntersuchung, die bei dem Patienten zur Überprüfung der Wirkung einer (zahn)ärztlichen Maßnahme in einem bestimmtem zeitlichen Rahmen vorgenommen wird. Es gelten die gleichen Kriterien bei der Befunderhebung wie bei der Behandlung selbst.
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Naht
Chirurgische Methode zur Vereinigung einer Operations- oder Unfallwunde. Mit Hilfe von Nadel und Faden und dem entsprechenden Nahtmaterial wird die Wunde genäht. Es gibt unterschiedliche Nahtmaterialien, die je nach Art des erforderlichen Wundverschlusses (Haut, Schleimhaut, Sehnen, Muskulatur) gewählt werden. Verwendet werden sowohl resorbierbare (löst der Körper selbst auf) als auch nicht resorbierbare (müssen gezogen werden) Fäden. Auch Wund- und Gewebeklammern, sowie sterile Hautpflaster zählen zu den Nahtmaterialien.
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Nanoindentation
Früherkennungsmethode von Zahnschmelzerweichungen; bei diesem Verfahren wird eine kleine und sehr feine Sonde in die Zahnschmelzoberfläche gedrückt. Die entgegensetzende Kraft des Zahnschmelzes beim Eindringen der Sonde wird gemessen. Vorteil ist, dass man eine Abnahme der Zahnschmelzfestigkeit frühzeitig ermitteln kann, bevor diese optisch sichtbar wird.
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Narkose
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Allgemeine Betäubung mit Ausschaltung von Bewusstsein und Schmerzempfinden. Narkosestadien: I. Rauschstadium (Schmerzlosigkeit, ausreichend für kleinere Eingriffe), II. Erregungsstadium (Exzitationsstadium), III. Toleranzstadium (Vollnarkose), Asphyxiestadium (Lebensgefahr durch Atemlähmung und Herzstillstand infolge Überdosierung).
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nasal
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Lage- und Richtungsbezeichnung, welche die Nase betrifft. Bedeutet soviel wie, zur Nase hin oder an der Nase gelegen. In der Medizin gibt es auch nasale Sonden, die dementsprechend durch die Nase eingeführt werden.
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Nekrose
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Gewebstod; durch äußere Einwirkung (physikalischer oder chemischer Natur) gewaltsam herbeigeführtes Zellsterben, z.B. durch Verbrennungen, Vergiftungen oder mechanische Beschädigungen (z.B. Prothesendruckstelle).
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Nelkenöl
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Destillat aus Gewürznelken, enthält zu etwa 90% Eugenol, ein bakteriostatisch und analgetisch wirkendes Phenolderivat. Bestandteil von Wurzelfüllpasten und Zahnfleischverbänden. Aufgrund seiner schmerzmildernden und entzündungshemmenden Eigenschaften oft Bestandteil von Einlagen oder provisorischen Zementen. Unverdünnt ist Nelkenöl zahnmarkschädlich, es kann zu Entzündungsprozessen führen und Kontaktallergien auslösen.
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Neoplasie
Fehlregulationen des Zellwachstums können zu einer Neubildung von Gewebe führen, diese können gut- aber auch bösartig sein. Neoplasien können in allen Körpergeweben vorkommen.
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Nerv
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Strang aus Nervenfasern, der zwischen dem Gehirn, Rückenmark und den Körperorganen als Reizleiter fungiert. Dieser Strang wird von einer Bindegewebshülle umgeben. Es gibt motorische Nerven, die der Muskelkontraktion dienen und Drüsen und Gefäße aktivieren. Die sensorischen Nerven übernehmen die Reizleitung, die häufig als Schmerz wahrgenommen werden.
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Neurapraxie
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Dies ist ein kurz andauernder Ausfall der Nervenfunktion. Hierbei werden allerdings keine Achsenzylinder (Axone) geschädigt. Eine Neurapraxie kann durch eine Überdehnung oder Kompression des Nervs infolge einer stumpfen Verletzung entstehen. Dies kann z.B. am Nervus mandibularis bei der Entfernung eines retinierten Weisheitszahnes geschehen.
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Neutralbiss
Auch als Regelbiss bezeichnet; beschreibt die Lage der Kieferbasen, bei der die Oberkieferbasis geringfügig vor der Unterkieferbasis zum Liegen kommt (von der Seite gesehen). An dem am weitesten hinten und oben gelegenen Scharnierachsenpunkt ruht das Kiefergelenkköpfchen.
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Neutrallage
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Wird auch Null-Lage genannt; es handelt sich um die Ausrichtung des Kiefermodells im Parallelometer, um die Einschubrichtung der Prothese vermessen und bestimmen zu können. Diese Einschubrichtung liegt rechtwinklig zur Okklusionsebene.
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new attachment
Aus der Parodontalbehandlung; bei dieser Methode wird lockeres Gewebe neu „befestigt“. Ziel des Verfahrens sollte es sein, dass der Knochen sich neu entwickelt und die vergrößerten Zahnfleischtaschen sich zurück bilden. Diese Behandlung ist sehr aufwendig und zeitintensiv und deshalb sollte man eine künstliche Barriere errichten, um die Geweberegeneration besser kontrollieren zu können. Andere Behandlungen im Kieferbereich sollten während des new attachment vermieden werden.
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Nifedipin
Dieses Medikament ist ein Antihypertensivum. Dieser Calcium-Kanal-Blocker wird zur Behandlung von arterieller Hypertonie, koronarer Herzkrankheit und Angina pectoris eingesetzt. Das Nifedipin löst meist als Nebenwirkung die Gingivahyperplasie (Zahnfleischwucherungen) aus. Diese Wucherungen treten in der Regel erst mehrere Monate nach der Medikamenteneinnahme auf und befinden sich zunächst zwischen den Zähnen und dehnen sich dann über die komplette Zahnkrone aus. Die Gingivahyperplasien sind entzündlich verändert und bluten daher leicht.
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Nikotin
Auch Nicotin geschrieben; es handelt sich um eines der stärksten Pflanzengifte, auch als Alkaloid bezeichnet. Nikotin wird konsumiert durch das Rauchen und schädigt dabei v.a. Mund, Zunge, Mundhöhle, Rachen, Kehlkopf, Luft- und Speiseröhre, Schleimhäute, sowie die Atmungsorgane. Es können von Zahnfleischentzündungen bis hin zu Lungenkarzinomen verschiedene Krankheiten durch das Rauchen ausgelöst werden.
Das warnende Zahnfleischbluten im Anfangsstadium einer Parodontalerkrankung wird durch das Nikotin verhindert, daher haben Raucher ein erhöhtes Risiko ihre Zähne vorzeitig zu verlieren. Bei den Rauchern tritt Zahnfleischbluten erst bei weit fortgeschrittenen Defekten auf.
Der Teer setzt sich auf der Zahnoberfläche und der Mundschleimhaut ab, daher haben Raucher oft dunkelgelbe, fleckige Zahnverfärbungen, begleitet von einem unangenehmen Mundgeruch.
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Nocebo Effekt
Ist lateinisch und bedeutet: „ich schädige“; dies ist eine Bezeichnung für eine ablehnende Haltung eines Patienten gegenüber einem Medikament. Diese Ablehnung resultiert aus dem Glauben, dass das Medikament einen schädlichen Einfluss ausübt oder einen Risikofaktor für die Gesundheit des Patienten darstellt. Es handelt sich also im Grunde um das Gegenteil vom Placebo-Effekt. In der Zahnheilkunde ist die Ablehnung von Amalgam ein typisches Beispiel für den Nocebo Effekt.
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Notfall, kieferchirurgischer
Diese Art von Notfall liegt bei Traumen (Zahn- und Kieferfraktur, Verletzungen der Mund und Gesichtsweichteile, Kieferluxation), Entzündungen (Alveolitis, Abszess) und Blutungen (spontan oder nach Operationen) vor.
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Notfall, zahnärztlicher
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Es handelt sich um eine plötzliche Erkrankung, die vom Zahnsystem ausgeht und einer sofortigen zahnärztlichen oder kieferorthopädischen Behandlung bedarf. Dieser Notfall liegt vor, wenn z.B. eine akute Exazerbation einer apikalen Parodontitis, eine Dentio difficilis oder eine akute Pulpitis vorliegt.
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Null-Linie
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Auch als Nullpunktlinie bezeichnet; diese Linie verbindet die "Nullpunkte" an den Palatinalflächen der oberen Frontzähne. An diesen Wendepunkten geht die schneidennahe Konkavität in die zahnfleischnahe Konvexität über. An diesen Punkten sollten die inzisalen Kanten der Schneidezähne auftreffen.
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