Die Gesamtmenge der im Mund
befindlichen Bakterien ist bei Herz-Kreislauf-Patienten signifikant höher als
bei gleichaltrigen Kontrollgruppen. Ein Zusammenhang mit der Taschentiefe an
den Zähnen konnte allerdings nicht nachgewiesen werden. Mögliche Interventionen
sind Ausschabungen ("Kürettagen") und lokale Gaben ("Instillationen")
von Antibiotika, berichtet Dr. Nathalie Khuseyinova aus Heidelberg.
Dieses Ergebnis der in
Heidelberg und Ulm durchgeführten CORODONT-Studie berichtet die anlässlich der
33. Herbsttagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK) veröffentlichte
Ausgabe von Cardio News.
Dass chronische Infektionen
jeder Art, also auch Entzündungen des Zahnfleisches, ein Trigger für eine
Herz-Kreislauf-Erkrankung sein können, ist schon seit längerem bekannt.
Allerdings war man davon ausgegangen, in solchen Fällen Antibiotika systemisch
verabreichen zu müssen.
Quelle: Deutsche
Gesellschaft für Kardiologie