Für lebenslange Freude an gesunden Zähnen fällt der
Startschuss in Sachen Mundhygiene mit dem ersten Milchzahn. Und zwar für die
Eltern, denn sie sollten bereits mit dem Erscheinen des ersten Zähnchens ihres
Säuglings zweimal täglich putzen. Schon Babys lassen sich durch spielerischen
Einsatz der Zahnbürste für Mundhygiene begeistern. Dazu rät auch Zahnarzt
Konrad Bühler, Vorsitzender der Bezirkszahnärztekammer Stuttgart.
Beispielsweise können Eltern beim Zähneputzen den natürlichen Reflex der Kleinen
nutzen, Gegenstände greifen und in den Mund stecken zu wollen, das Kind dabei
liebevoll halten und später dann auch eine Geschichte erzählen. Nach und nach
entwickelt sich so die Zahnreinigung zu einem Ritual. Erfahrungsgemäß beginnen
Kleinkinder schließlich im Alter von eineinhalb bis zwei Jahren mit ersten
eigenen Putzversuchen. Der Nachwuchs benötigt eine altersgerechte Baby- bzw.
Kinderzahnbürste und dazu eine Kinderzahnpasta mit 500 ppm Fluorid. Davon kommt
maximal soviel auf die Zahnbürste, wie quer auf das Borstenfeld passt.
Fluoridierte Kinderzahnpasta soll bis zum 2. Geburtstag nur einmal, danach
zweimal am Tag zum angewendet werden.
Doch auch bei größtem Zahnputzvergnügen des Nachwuchses
sollten Eltern die Zähne ihres Kindes immer nachputzen. Denn Kinder sind
aufgrund ihrer motorischen Entwicklung erst dann zu einer effektiven Zahnpflege
fähig, wenn sie flüssig schreiben können, das heißt erst ab der zweiten oder
dritten Klasse. Bis zu diesem Zeitpunkt ist es unbedingt erforderlich, dass
Eltern die Zähne ihrer Sprösslinge sauber putzen. Im fremden Mund zu arbeiten,
erfordert Übung, und wie man da ran geht, können sich Mütter und Väter in der
Zahnarztpraxis zeigen lassen. „Nachputzen“ bedeutet, dass die Eltern alle Zähne
ihres Kindes abends von allen Seiten sauber putzen. Ob die Eltern nun vor- oder
nachputzen ist dabei nicht so relevant.
Quelle: Informationskreis Mundhygiene und Ernährungsverhalten