Er halte es für unredlich, dass die Versicherer einerseits mit dem Versprechen eines umfassenden Krankenversicherungsschutzes um Kunden werben, andererseits aber beim Bezahlen immer mehr dazu übergehen, den Patienten auf die einfachere und billigere Versorgung zu verweisen. „Hier passen Anspruch und Wirklichkeit häufig nicht mehr zusammen“, so Rubehn.
Der Vertreter der schleswig-holsteinischen Zahnärzte kritisierte, dass der Eindruck erweckt werde, die angeblich nicht mehr zumutbaren Beiträge bei den PKVen seien das Resultat ungehemmter Zuwächse bei den Ärzte- und Zahnärztehonoraren. „Die steigenden Kosten resultieren vor allem aus der Altersentwicklung der Versicherten und aus dem medizinischen Fortschritt, der mit erhöhtem Anspruchsverhalten einhergeht. An den Preisen für zahnärztliche Leistungen kann es jedenfalls nicht liegen. Die sind seit 1988 unverändert.“
Wenn die Politik jetzt verlange, dass die privaten Krankenversicherungsbeiträge nicht weiter steigen dürften, dann müsse sie den Versicherten auch sagen, worauf sie zukünftig verzichten sollen.
„Es geht jedenfalls nicht an“, so Rubehn, „dass die Heilberufe die Rechnung begleichen. Wer die Musik bestellt, muss sie auch bezahlen. Das gilt beim Feiern ebenso wie beim Arzt.“
Quelle: Zahnärztekammer Schleswig-Holstein