Weshalb ich teilgenommen habe
Ich bin seit 1994 niedergelassene Zahnärztin. Endo habe ich schon immer gerne gemacht. Mein Wissen aus dem Studium war nicht mehr auf dem Stand der modernen Zahnheilkunde. Deshalb blieb so manches Mal der gewünschte Erfolg aus. So besuchte ich Fortbildungen, die mich auch in der Behandlung weiterbrachten. Mit der Anschaffung des OP-Mikrokopes eröffneten sich mir neue Welten und es kamen neue Fragen auf. Ich hatte das Gefühl, ich müsse mich einfach noch intensiver fortbilden.
Zu diesem Zeitpunkt las ich in einer Broschüre vom Curriculum der DGZ-Endo. Das Programm, der Ablauf und die Referenten, unter anderem aus den USA (Prof. Trope, Prof. Kim, Dr. Debelian), fand ich sehr interessant. Deshalb meldete ich mich für das Modul Herbst 2006-Frühjahr 2007 an.
Meine Ziele für das Curriculum waren - Verbesserung meiner Endos in der praktischen Anwendung nach modernen Methoden unter Zuhilfenahme des Mikroskops und dadurch bessere Vorhersagbarkeit und Langzeiterfolge.
- Erlernen eines systematischen Behandlungsablaufes und einiger Kniffe.
- Erweiterung meiner etwas angestaubten theoretischen Kenntnisse.
- Zusätzlich erwartete ich meinen Patienten gegenüber bessere Argumentationshilfen für oder gegen eine bestimmte Behandlung.
Der AblaufDas Curriculum ist in vier Blöcke unterteilt. Die Blöcke bauen konsekutiv aufeinander auf. In jedem Block finden sich Vorlesungen abgestimmt auf das jeweilige Thema, praktische Übungen und Prüfungen in Theorie und Praxis. Man lernt sozusagen häppchenweise, schließlich hat jeder Teilnehmer zu Hause ja noch eine Praxis.
In der Zeit zwischen den Blöcken stehen Literaturstudium und praktische Hausarbeiten auf dem Programm. Zusätzlich finden mehrere Internet-Vorlesungen statt, die zur Vertiefung jederzeit von den Kursteilnehmern nachgearbeitet werden können.
In den Vorlesungen und Internetvorträgen können zu jeder Zeit Fragen offen diskutiert werden. Obwohl häufig in englischer Sprache werden Unklarheiten umgehend beseitigt. Die Referenten legen darauf großen Wert und anders als es häufig im Studium war, werden die Fragen auch ernst genommen. Am Ende des Curriculums erfolgen die Vorstellung eines Patientenfalles und Prüfungen in Theorie und Praxis. Da kommt schon mal Aufregung auf. Schließlich haben die meisten Teilnehmer ja schon eine Weile das Staatsexamen hinter sich.
Kollegiale Kontakte/Organisation/AusblickWährend des Curriculums fand ein für alle reger kollegialer, fachlicher und privater Austausch statt. Viele Kollegen stehen auch jetzt noch in regelmäßiger Verbindung.
Die Durchführung war ebenfalls einwandfrei. Die Organisatoren hatten stets ein offenes Ohr, abends saß man noch gerne mit allen zusammen.
Auch nach dem Abschluss des Curriculums finden noch Fortbildungen mit namhaften Referenten statt.
Soviel steht fest: Weiterbildung ist für ein erfolgreiches und erfülltes Arbeitsleben unabdingbar.
FazitFür mich hat sich die Teilnahme gelohnt. Meine Ziele habe ich auf jeden Fall erreicht. Ich habe sowohl in der Theorie als auch in der Praxis sehr viel mitgenommen. Interessierte Kollegen kann ich nur zur Teilnahme ermutigen.
Dr. Catrin Haen-Vogt, Appenweier